Philip Powell, a Pentecostal preacher and a former general-secretary of the AOG, is concerned by the more flamboyant Pentecostal churches. „It is my conviction that the present Pentecostal leaders like Brian Houston [pastor of Hillsong] and Phil Pringle [pastor of Christian City Church] have hijacked the godly movement, which was simply a fellowship of churches. They have turned it into a hierarchical denomination for selfish purposes and ends. It has become a fellowship of ministers, not churches,“ he says.

„Many of these ministers have made themselves multi-millionaires. They are no more than business magnates who benefit from the tax-free status of corporations that they lead. They are not ‘pastors’ but business managers who have cashed in on a loophole in the Western governmental tax system.“

Hier der komplette Text

Seit er nicht mehr professioneller Gottesdienstbesucher war, wusste er sehr genau, was es bedeutete, einen der wenigen freien Sonntage in den Kirchenbesuch zu investieren. Zu zweit ging das, alleine war es schon schwerer, meistens funktionierte es jedoch. Und wenn man dann erst mal da war, dann war man ja auch froh, sich überwunden zu haben. In seiner Gemeinde war im Moment einiges in Bewegung, und da wollte man ja dann auch dabei sein.
Heute begann der Godi extra spät, und das Internet versprach sogar eine extra gute Predigt. Also hin. Auf die Empore (weil mal wieder zu spät und sowieso). Hingesetzt – niemand nahm Notiz, jeder mit sich selbst beschäftigt. Der Aushang verkündete: Heute nur Lieder aus dem ollen Buch – Nr. 256, 257, 259, 261 – da hatte jemand sich richtig Gedanken gemacht. Ein olles Lied, das niemand kannte, wurde runtergeleiert. Dann die Ansage, die meisten seien ja heute auf Gemeindefreizeit. Noch ein Lied.
In ihm rief eine gequälte Stimme: RAUS HIER!
Diese Stimme kannte er seit seiner Gottesdienstbesucherkindheit, hatte sie ignoriert. Er kannte sie aus seiner ersten Gemeinde als Pastor, hatte sie ignoriert. Hatte sie auch hier oben auf der Empore schon oft vernommen – und ignoriert.
Bis heute.
Aber die Predigt, dachte er. Es nutzte nichts. Er klappte das Buch zu. Laut. Niemand bemerkte es. Stand auf. Niemand bemerkte es. Ging zögernd zum Ausgang, drehte sich um und blickte bittend zurück. Niemand bemerkte es. Ging die Treppe hinunter, durch die Tür. Niemand bemerkte es.
Draußen schien die Sonne.
„Das hast du gut gemacht“, sagte die Stimme in ihm, während er todtraurig zum Auto schlurfte.
Aber die Predigt hätte er schon gerne gehört.

Kinder können sehr schlimmen Schade nehmen, wenn sie nicht von heterosexuellen weißen Bildungsbürgertumseltern aufgezogen werden. Dazu gibt’s doch sicher eine passende Untersuchung.
Ist schon erschreckend, wie schnell man gedankengutmäßig über ein, zwei Abbiegungen von Frau Vonholdt über Eva Braun Hermann zum Erfinder der Reichstagsillumination gelangt.
Hey, ob sie den wohl als Redner eingeladen hätten? Ich seh’s schon vor mir: „Die Endlösung war überhaupt nicht Thema des Kongresses“…
War das jetzt zu böse? Ist ja nur Meinungsfreiheit.


Aus gegebenem Anlass, der mich gerade etwas schlaflos macht, zitiere ich mich ausnahmsweise einmal selbst:

Weisheit als “angstfreie Weite des Herzens”
“Als Weisheit wird allgemein eine auf Lebenserfahrung und Einsicht beruhende innere Reife und kluge Überlegenheit im geistigen Sinne bezeichnet.” (Wikipedia)
Wenn ich das mal aneinanderfüge: Um weise zu handeln, muss ich für mich selbst und mein Gegenüber offen sein. Ein gesundes Maß an Egoismus gehört dazu – ich weiß, was ich will und sorge dafür, dass ich es bekomme. Dabei lasse ich mich nicht allzusehr von Möglichkeiten und Notwendigkeiten abschrecken. Ich nehme sie allerdings wahr.
Ich handle authentisch, lege meine Gedanken und Gefühle offen dar und schere mich nicht darum, ob sich das am Ende lohnt oder nicht.
Für mich ganz wichtig (und hier kommt der Bezug zur Grafik): Der Dämon “Angst” hat keine Macht über mich. Wenn Angst über meine Entscheidungen bestimmt, ist der Tod im Topf. Die Angst ist sehr wohl da und hat ihre Schrecken, aber ich weise sie in ihre Grenzen. “Hallo Angst, schön dass du da bist. Würdest du bitte mal eben dort drüben Platz nehmen, ich beschäftige mich nachher mit dir.”

Das musste ich mir mal eben selbst sagen. Hoffentlich hilft’s.

…trieb niemals Händler und Wechsler aus dem Tempel aus, schrieb aber einen bitterbösen Leserbrief.
…ignorierte Zachäus auf dem Baum und kehrte auch nicht bei ihm ein, um Missverständnisse zu vermeiden.
…ließ die Steinigung der Ehebrecherin zu – das Anliegen der Volksmenge war berechtigt weil schriftgemäß.
…grenzte sich deutlich von Zöllnern und Huren ab und verurteilte ihre Lebensweise öffentlich. Dies führte dazu, dass man eines Nachts an die Wand seines Hauses Graffitis wie „Zöllnerhasser“ und „Frauenfeind“ sprühte, woraufhin er sich sehr über die christenfeindliche Stimmung in der Gesellschaft beklagte.
…war aufgrund seiner Mindestanforderungen für ehrenamtliche MitarbeiterInnen nur mit sechs Jüngern unterwegs.
…kannte keinen Jünger, den er lieb hatte, denn Pastoren sollen keine Freunde in der Gemeinde haben.
…starb nicht für mich, weil ich nicht sämtliche Voraussetzungen erfülle, um seiner würdig zu sein.

Und ich hätte mich beinahe zu diesem Kongress angemeldet. Nun wäre mir eher danach, Unterschriften dagegen zu sammeln. Wo Markus Hoffmann von „Wüstenstrom“ und Christl Ruth Vonholdt vom „Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft“ sind, namhafte Homoumpoler und „Identitätsstifter“, da will ich nicht sein. Dass es solche Menschen gibt, damit muss man wohl leben. Eine Organisation, die so jemanden aber auch noch zu Seminaren einlädt und damit  eine Bühne für menschenverachtende Ideologie bietet, ist für mich jedoch gestorben. Pfui Teufel!
Weitere Infos hier.

Scottsdale, Arizona
Der Autor des Buchs über die Phoenix Affirmations, das ich gerade lese, war dort Pastor. Ja, ich lese Bücher von Ami-Theologen. So weit ist es schon mit mir gekommen.
Erstens: Die Homepage sieht doch mal ganz nett aus.
Zweitens: Wenn schon auf der „Wer wir sind“-Seite ein mehr oder weniger deutliches „Homos willkommen“ steht – Respekt!
Drittens: Ich empfinde es als unglaublich erleichternd, auf meiner SUche auch einmal auf ‘normale’ Christen zu treffen – ich dachte schon, ich sei ein völliger Alien. Bin ich aber nicht ;-)
Viertens: Die kochen auch alle nur mit Wasser. Wer Patentrezepte für Erweckungen und andere statistische Tricks sucht, bitte weiterklicken.
Fünftens: Wenn ich mal wieder in eine Gemeinde gehe, werde ich ihnen diesmal nicht asap meine klugscheißerischen Patentrezepte vor die nase knallen. Sehr wohl aber meine Überzeugungen, z.B. die Phoenix Affirmations oder Eight Points.
Und jetzt lese ich weiter.

Ein wirklicher Christ muß Sozialist werden (wenn er mit der Reformation des Christentums Ernst machen will).
(Karl Barth)

1994 besuchte ich ein Treffen der Regionalgruppe Hamburg des Bundes der Religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschlands. Außer mir waren vier Personen anwesend, die einigermaßen deprimiert wirkten. „Wir haben ein Imageproblem. Beides ist out – Religion und Sozialismus.“
Dabei war ihr Beginn spektakulär und skandalös: Ihr Mitbegründer Leonhard Ragaz meinte 1903: „Wenn das offizielle Christentum kalt und verständnislos dem Werden einer neuen Welt zuschauen wollte, die doch aus dem Herzen des Evangeliums hervorgegangen ist, dann wäre das Salz der Erde faul geworden!“ Er gab seinen Lehrstuhl auf, zog in ein Arbeiterviertel und widmete sich ganz der Arbeiterbildung.
So etwas macht mich nachdenklich und sport mich an. Da ist jemand, der eine Idee gefunden hat, für die „zu leben und zu sterben er bereit ist“ (Kierkegaard). Etwas Schöneres kann ich mir kaum vorstellen.

Alle hacken sie auf ihm rum. Aber was hat er denn nun genau angestellt?
Jeder, auch die Hohen Ratenden, wusste sehr genau, wann Jesus wo zu finden war. Dazu brauchte es niemandem aus seinem Inner Circle.
Und warum hat er es getan? 30 Silberlinge waren so gut wie nichts wert. Da hat aber jemand schlecht verhandelt.
Aber mal ganz von vorne. „Paradidomi“, von Vulgärtheologen landläufigerweise mit „verraten“ übersetzt, ist eine viel komplexere Vokabel. Die optimale Wiedergabe wäre „von einem machtbereich in einen anderen überstellen“.
Und das war es, was Judas tat und tun musste. Die Bereiche des Guten und des Bösen haben keine Schnittmenge. Vom einen gelangt man nicht in den anderen. Es war Judas’ Job, Jesus aus dem Reich das Guten in dasjenige des Bösen zu überstellen. Im Auftrag Jesu: „Was du tun willst, tue bald.“
Ach, es gäbe da noch viel zu sagen. Zusammenfassung: Unklar ist vor allem die Motivation des Judas. Wollte er Jesus zwingen, sich als Messias zu erkennen zu geben? Hatte er Krach mit ihm und wollte ihm eins auswischen (dass der allmächtige Messias dabei draufgeht, hätte er sich doch im Traum nicht vorstellen können)? Man weiß es nicht.
Was bleibt: Unklarheit. Sogar das Ende des Judas ist unsicher, die Berichte widersprechen sich. Am Ende führte er ein langes Leben, ohne jemals wieder etwas von diesen Jesusleuten zu hören.
Unklarheit kann nicht Basis einer Verurteilung sein.
Die Orthodoxen verbrennen zu Ostern Judaspuppen. So endet es, wenn man sich nicht mit der eigenen Möglichkeit des Scheiterns beschäftigen will – aus dem ängstlichen „Herr, bin ich’s?“ der Jünger wird so ganz schnell das mobbenden „kreuzigt verbrennt ihn!“
Klassische Projektion.

Ist ja so eine Sache. Beides hat eine ganz schlechte PR – und scheind einander auszuschließen.
Nun habe ich beim Surfen festgestellt, dass ich mit diesem Problem scheinbar nicht alleine bin.
Voila: LiberalEvangelical.org!

Nächste Seite »