Nein, mein heutiges Nichtbloggen hat nichts mit den fünf Dellpaketen zu tun, die heute eingetrudelt sind. Blogger hat gesponnen. Mal ging gar nix, dann nur lesen, aber nicht posten.
Aber jetzt ist ja alles wieder gut.

Und ich kann euch mal wieder einen neue Idee präsentieren.
Dass ich gerne mal mit einer Gemeindeleitung ein Wochenende erlebnispädagogisch durch den Wald abenteuern will, hatte ich ja schon mal verkündet.
Heute morgen ging mir eine weitere potentielle Elendsquelle auf, welche modellhaftes Lernen, Teamworken und Kommunizieren mit anschließender Auswertung gut gebrauchen könnte.
Dabei sei ausdrücklich erwähnt, dass ich hierbei weniger von eigenen Erfahrungen ausgehe (bei mir läuft wie immer alles absolut vorbildlich), sondern durch Beobachten fremden Malörs inspiriert wurde.
Will meinen: Ein Abenteuerwochenende für Paare. Das volle Programm: Hochseilgarten, Kooperationsaufgaben, Orientierungsmarsch und Übernachtung in freier Wildnis.
Mit hohem Edutainmentfaktor. Eine Herausforderung, aber auch Spaß und Abenteuer. Insofern sollte für Jungs und Mädels etwas dabei sein, so dass keiner den/die andere zum Anmelden überreden muss.
Na, wie klingt das? Möchte sich schon mal jemand vormerken lassen?

Heute nehmen wir uns einen ganzen Tag Zeit, um unsere Gruppe am eigenen Leibe das Phänomen Erlebnispädagogik spüren zu lassen.
Parallel zu uns findet hier in Weidenhausen der ‘Erlebnispädagogik-Anfängerkurs’ABC statt, den ich letztes Jahr mitgemacht hatte. Die lieben Leute sind gestern zwei geschlagene Stunden zu spät zum Abendessen gekommen, weil es ihnen nicht gelingen wollte, im Wald mit verbundenen Augen ein an einem Baum festgebundenes Seil zu finden.
Meine Gruppe fand das lustig. Jedenfalls so lange, bis ich ihnen lächelnd eröffntete: „Die Übung macht ihr morgen auch.“
Nach zwei Tagen glauben wir die Jungs und Mädels schon so gut zu kennen, dass wir uns in etwa vorstellen können, was sich heute ereignen mag.
Aber vielleicht kommt es doch alles ganz anders.

Mein persönlicher Held: Burghausens Torhüter Manuel Riemann. Offensichtlich hochkatholisch. Nach jedem gehaltenen Elfmeter und seinem selbst erfolgreich versenkten dankbarer Blick nach oben; nach dem Spiel dankt er „Mama, Oma, meiner Freundin und meinem Gott.“
Trotz allem, das Gute gewinnt eben nicht immer, das kennen wir schon. Aber abgerechnet wird ja immer erst zum Schluss.
Besonders gut gefallen hat mir der Anblick der verzweifelten Millionärsfressen auf der FCB-Bank, wenn der Pappnasenverein immer mal wieder in Rückstand geriet.

Allerdings nicht unter dem Arc de Triomphe, sondern der Fronhausener Brücke der B3.
nach 18 Stunden Fahrt und einem fetten Stau zum Abschluss rollte der Bus buchstäblich auf die letzten Meter gen Marburg, als es plötzlich piepste. Der Busfahrer nahm den Fuß vom Gas. So etwas tun Busfahrer nicht ohne Not!
Schnell sprang ich nach vorne, hörte, der Kühler sei defekt, und wies auf die Brücke, die wir gerade überfuhren und die Christopher und ich immer als Rendezvouspunkt nutzen. Rauchend und pfeifend rollte der Bus auf den Parkplatz. Kühlschlauch geplatzt.
Nun füllt man so einen Buskühler nicht einfach mit ein paar Sprudelflaschen auf. Neenee, da müssen locker 20 Liter her.
Also bei Andi angerufen und organisiert, dass er die besorgeten Eltern unter der B3-Brücke am HBF abholt und zum Bus bugsiert. Außerdem telefonisch ein paar Liter Wasser geordert.
So einfach war’s dann aber doch nicht. Zwei Mädels mussten in ihr Marburger Hotel, passten aber nicht mehr in usner Auto. Nette Eltern halfen aus, mussten aber gelotst werden. Auf halber Strecke Anruf vom Bus: „Da sind noch Sachen von euch im Bus.“ Also U-Turn.
Dann zum Hotel, tränenreicher Abschied, weiter ins GJW und schließlich nach Hause.
Pünktlich zum Schlusssprint der Tour de France 2007. Bei dem ich eingeschlafen bin.

Endlich mal ein alstaendiges Internetcafe.
Also, die erste Woche im Rom-Camp war ok. Aber laut und schattenlos. Das Animierprogramm am angrenzenden Pool war in seiner endlosen Routine recht nervtoetend.
Und morgen abend hat einer unserer Nachbarn dann auch noch eine private Karaokeparty veranstaltet. Leute, vergesst alles, was euch Koreaner, Chinesen oder DSDS Grausames angetan haben. Italiener bringen jedes Trommelfell zum Bluten.
nach einer wahren Putzarie ging es heute in Camp 2 an der toskanischen Kueste. Der Bus kam drei Stunden spaeter und sah aus wie eine Muellhalte. Ebenso unser neues Camp. Das Kuechenzelt sah aus wie Sau. Unsere Nachfolger in Rom haben es da deutlich leichter.
Nach ein paar weiteren Problemen (unsere Betreuer kamen nicht zum vereinbarten Briefing usw.) war ich recht genervt.
Zwecks Frusteinkauf tobte ich zum zeltplatzeigenen Supermarkt.
Und siehe da – in einem schattigen Eckchen ein riesiger Vidaobildschirm, auf dem die Helden (siehe Ueberschrift) sich beharkten. Gerade zu den letzten 15 prickeligen km der heutigen Touretappe kam ich dazu. 10-15 hochkonzentrierte Italiener rueckten zusammen, nickten mir freundlich zu. Leute, eine solche Konzentration sieht man hoechstens bei einem Shuttlestart! Ein purer Genuss…