Weidenhausener Frohsinn

Vier Tage Teencamp, da ging ganz schön die Post ab. 17-18 Stunden Action pro Tag, da rockt die Hütte.
War richtig klasse – mit den Teens und auch den Mitarbeitern.
Mein heutiger Versuch des Arbeitsantritts im GJW scheiterte gründlich – nach zwei Stunden Schniefen und Husten wurde ich wieder nach Hause geschickt.
Da mein Sprachzentrum irgendwie beeinträchtigt ist, hülle ich mich mal lieber in Schweigen.

Buchtipp des Tages: lance Armstrong, „Tour des Lebens“.

Keine Angst, assimiliert zu werden


Die dummen Borg mal wieder. Schicken ihre hirnlosen Sonden durch die Gegend. Haha, ich habe natürlich (Fuchs, der ich bin) meine Jägerstaffeln auf diversen Basen stationiert und auf ‚Abfangen‘ gestellt.
Nun sind die zu knapp verkabelten Antipathieträgerschiffchen Weltraumschrott (den man nebenbei bemerkt aufsammeln kann, aber das ist mir zu fisselig).

VGA Planets 4 ist echt der Hammer. Grafik aus den 80ern, quasi kein Ton und keine bewegten Bildchen, und alles voll mit Zahlen, Buchstaben und Strichen.

Klingt reizvoll, hm?

Es handelt sich um ein sogenanntes PBEM (play bey email)-game. Kann man sich in etwa wie Fernschach vorstellen. Man plant seinen Zug, gibt die Befehle, hängt den ganzen Kram an eine email und schickt’s ab. So 2-3mal pro Woche. Wenn die Resultate kommen, sieht man sie sich an, rauft sich die Haare und fragt sich, wie man nur den gegnerischen Angriff auf die Heimatwelt übersehen konnte.

Ein paar tausend Leute spielen da mit, über die ganze Welt verstreut. Diplomatie spielt eine große Rolle, und so habe ich inzwischen enge Vertraute und verhasste Todfeinde in England, Polen, USA, Angola, Australien, Portugal, Finnland und sonstwo.

Und die Borg natürlich.

Keine Panik!
International

Buchtipp des Tages: Douglas Adams, „Per Anhalter durch die Galaxis“

Bildschirmschoner für die Seele


Heute auf vielfachen Wunsch ein kombiniertes Katzen-Wohnungs-Bild.

Kaufempfehlung des Tages: Pimkie-Spiel-Stil

Auf und nieder immer wieder

Wochenenden sind zum Ausruhen da. Eigentlich.
Aber wenn man nun einmal ein neugieriger Mensch ist…
Die Stufen des Oberrangs der Commerzbank-Arena und die damit verbundene, teilweise fußläufige An- und Abreise noch in den Beinen, ging’s gestern auf zum Höhepunkt.
Nein, damit meine ich nicht den vormittäglichen Gottesdienst in einer traditionsbewussten Gemeinde. Nicht ganz. Obwohl es mich schon rührte, an alte Zeiten erinnert zu werden. Es steckt eben in den Genen.
Nein, in Wahrheit ist die Rede vom Marburger Schloss. Das liegt nämlich ganz fies auf dem Berg und war Bestandteil einer ausgiebigen Marburg-Stadtführung, deren dankbar partizipierender Teilnehmer ich sein durfte. Mal echt bewusstseinserweiternd, sich führen zu lassen statt (wie damals in München) selbst in leitender Position zu sein.
Hach, und es macht ja soooo Spaß, das besserwisserische Gruppenmitglied zu sein…
Nein, ich war ganz brav. Echt jetzt. Könnt den Andi fragen.

Und wer von euch wusste bitte schön, dass Ex-Präsi Hindenburg (der weiland das Reich vor den Russen rettete) in Marburg endgelagert wird?

Buchtipp des Tages: Pam Johnson, „Katzenpsychologie“

P.S.: Schon gemerkt? Ich kann jetzt richtig verlinken. Christopher ist aus dem Urlaub zurück und hat’s mir beigebracht…

Schiri, wir wissen, wo dein Auto steht…

Whoa, leck mich fett. Seit Entdecken meiner Leidenschaft für die rot-schwarze Kummermannschaft habe ich niemals mit mehr als zwei Eintrachtfans in einem Raum gesessen. Und auch das ist erst ein paar Wochen her, bei meinem Bewerbungsgespräch im GJW.
Und nun das. 40.000 rot-schwarze Supporters in ein und demselben Gebäude. Das will erstmal mental verarbeitet werden. Einerseits klasse, nicht alleine zu sein. Andererseits kratzt das gehörig an meinem „ich-bin-anders“-Persönlichkeitsdefizit.
Ach ja, gespielt wurde auch noch. Gegen Wolfsburg. 0:0. Großer Fußball.
Und mal wieder die Erkenntnis, dass Stadionbesuche persönlichkeitsverändernd wirken. Jegliche Subjektivität ist weggespült. Die Gegner sind Luschen, der Schiri bestochen.
Und normalerweise hüpfe ich nicht laut schreiend in der Gegend rum, auch nicht dann, wenn das Ding beinahe reingegangen ist.
Hat was.

Buchtipp des Tages: narinder Dhami, „Kick it like Beckham“

Nie wieder Stau


Acht lange Jahre habe ich mich auf dem Weg zu diversen Arbeitsplätzen durch Münchens Straßenverkehr gequält. Acht Jahre lang stop and go, vorbei an Industriegebieten, Straßenstrichen, Brauereien, Olympiastadien, Siegestoren, Geburtshäusern Sissis, Ministerien, Universitäten, Hauptbahnhöfen, Smart- und Mercedes-Glas-Ausstellungshochhäusern, Baustellen, Polizeisperren, Bladenights et cetera.
Alles schön und gut. Aber nichts davon war mir jemals ein Foto wert.

Und nun das hier.

Lieber Treckerfahrer – wenn du mal nach München kommen solltest: Bitte, bitte bring diese Performance nur ein einziges Mal auf dem Mittleren Ring. Drei Rollen Heu fahren in den Petueltunnel ein, damit kommst du in die Süddeutsche.
Obwohl die Ludwigstraße auch recht cool wäre. Wenn du dir während einer WM einfach irgendeine Flagge ans Dach hängst, könntest du damit sogar durchkommen.
Wenn dein Trecker eine Hupe hat.

Buchtipp des Tages: Tanja Kinkel, „Götterdämmerung“

Schnellster Arztbesuch aller Zeiten

Schweinsberg ist der Ort der kurzen Wege. Man bekommt wirklich alles:

35 Meter Fußweg zum Arzt.

„Guten Tag, ich hätte gerne ein Rezept für Enalapril.“

„Welche Stärke?“

„20.“

„Sind sie ab jetzt regelmäßig bei uns?“

„Ja.“

Karte plus 10 Euro aushändigen, Arzt unterschreibt Rezept ungesehen im Vorbeilaufen, Rezept in Empfang nehmen.

„Auf Wiedersehen.“

40 Meter Fußweg zur Apotheke. Tabletten im Empfang nehmen.

Gesamtdauer der Aktion: 12 Minuten.

Morgen versuche ich dasselbe mal mit Viagra.

Buchtipp des Tages: David Sedaris, „Nackt“

Vorherige ältere Einträge