Das muss drücken im Gesicht

Oberzwehren – Witzenhausen, 46 km

Angekündigt als „Easybeasy-Flachetappe“, gelang es uns dann doch, eine erneute Bergwertung draus zu machen. Navi sei Dank.
Wir hätten auch eine noch fiesere Strecke nehmen können. Aber irgendwann ist auch mal gut mit Kasseler Bergen.
Erst einmal mussten wir jedoch mitten durch das Bielefeld Nordhessens hindurch. Danach wurde es jedoch recht malerisch. Wir gingen es gemütlich an und gönnten uns die eine oder andere Pause.
Schließlich sind wir ja nicht auf der Flucht.

Unterwegs gab’s in einem beschaulichen Ort eine fiese Radarfalle. Leider entdeckten wir sie zu spät, ansonsten hätten wir neben einem freundlichen Grinsen und dem „V“-Zeichen auch noch eine ausreichende Geschwindigkeit hinbekommen, um aufs Fotto zu kommen.
Unterwegs hat man viel Zeit zum Nachdenken, und so ging ich nochmal meine Lieblingsstelle in der unübersehbaren Flut von Werner-Comics durch: Die, wo der Präsi und seine Motorradgang an einer Gruppe von Vermessungsingenieuren vorbeikommen.
„Hey Jungs, die machen Fotos von uns.“
„Aber nein, dass ist ein Theodolit, mein Herr.“
„MIR DOCH EGAL, WIE DU DEINEN FOTOAPPARAT NENNST!“

Bei unserer Ankunft in Witzenhausen (wir wurden auf wundersame Weise hingeführt, siehe Kollegenblog) zückten wir den mitgeführten Gemeindeschlüssel und betraten das Heiligtum.
Was soll ich sagen, das war mal ein Empfang! Sogar Kirschtaschen gab es, außerdem selbstgemachte Leberwurst… und eine Kaffeemaschine edelster Güte.
Christopher meinte, da sähen wir ein brilliantes Beispiel gästeorientierter Gemeindearbeit.

Aber auch der Stammtisch war klasse. Eine gemütliche, fröhliche Runde, auch wenn es nicht nur Siegesnachrichten zu vermelden gab.

Eine Beobachtung, die ich schon als Stadtführer in München gemacht habe: Jede Gruppe von Menschen hat so etwas wie eine Seele, die nicht alleine durch die Summe der Einzelcharaktere erklärt werden kann.

Langsam kommt in mir die Lust zu resümmieren auf, aber wir fahren ja noch gen Süden.
Außerdem bin ich jetzt angefixt. Irgendwie will ich auch noch die übrigen 52 Gemeinden kennenlernen. Das ist ja alles zu spannend. Gemeindehopping mal anders.

Buchtipp des Tages: Brösel, „Werner eiskalt.“

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3 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Tine
    Okt 10, 2006 @ 12:03:00

    hey,
    wollt mich auch mal hier zu Wort melden, damit ihr seht, dass es auch Leute gibt, die fleißig mitverfolgen, wie es euch denn so bei euer Tour geht.
    Ich wünsch euch noch viel Spaß und viel Erfolg.
    Bis dann mal.
    Tine

    Antwort

  2. Anonymous
    Okt 10, 2006 @ 19:20:00

    hallo tom,
    wie schaffst du es bloß, beim gemeindehopping ständig blogeinträge zu posten (die ich mit vergnügen lese)?
    tief beeindruckt ist
    sonja

    Antwort

  3. Schweinsberger
    Okt 10, 2006 @ 20:57:00

    @Tine: Hey, vielen Dank! Bisher bist du die einzige Person, die
    1. im GB schreibt
    2. live bei unserer Tour dabei war
    3. einen Kommentar in unseren Blogs schreibt.
    Das muss honoriert werden!
    Glückwunsch, ich ernenne dich hiermit zum GJW-Liebling der Woche!

    @Sonja: Das lässt sich so erklären – wenn wir in einer Gemeinde ankommen, fragen wir zuerst nach einer Dusche, dann nach dem Kaffeeautomaten und danach scannen wir nach WLAN-Netzen. Ersatzweise muss die Telefondose herhalten.
    Klasse, dass du treu liest und es dir gefällt! Da gebe ich mir gleich doppelt Mühe *g*

    Antwort

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