Risorgimento de Ibiza

He’s back.
War quite teuer, aber was soll’s. Wenn wahre Liebe rostet, muss eben der Karosseriebauer ran und ’n bisschen rumfräsen.
Nun habe ich ein Auto mit neuer Windschutzscheibe, richtig funktionierenden Scheibenwischern, einer nur noch leicht nach links ziehenden Bremsanlage und einer frisch geklebten TÜV-Plakette.
Und mein Girokonto wurde nicht unerheblich belastet.
Irgendeinen Haken musste die Sache ja haben.

Comedy Central

Da habe ich gestern einen neuen Sender entdeckt.
Heute mal zuhause bleibend durchgecheckt.
Fazit: Mein neuer Lieblingssender.

1. Dharma und Greg (USA)
Meine all-time-Lieblingsserie. Durchgetickte Yogalehrerin und spießiger Anwalt heiraten erst und lernen sich danach kennen. Dharma war lange Jahre meine Idealfrau. Inzwischen bin ich drüber weg.

2. Hier kommt Bush! (USA)
Es geht um den George Walker. Und sein verkorkstes Leben. Der Hammer schlechthin.

3. Green Wing (GB)
Englische Ärzteserie. Übertrifft sogar Scrubs, mein bisheriges Favourite in dieser Sparte.

4. Extras (GB)
Jede Folge handelt von einem Schauspielstar, der gerade dreht. Heute: Kate Winslet gibt aks Nonne verkleidet Nachhilfe in Telefonsex. Zitat: „Gott, ich kann nur hoffen, dass das Babyöl ist.“

5. Para-Comedy
Behinderte veräppeln „Normale“. Genial.

6. Creature Comforts (GB)
Ton: Interviews aus ganz GB zu allen möglichen Themen.
Bild: Animierte Tiere (ein vegetarischer Eisbär, eine philosophierende Amöbe, eine wasserscheue Qualle..).
Muss man sehen.

Zu finden da, wo bis neulich Viva Plus war.

Der Zahn ist super, aber das Zahnfleisch muss raus

Das übliche Programm.
Ausgeräumte Eitertasche; Hinweis, doch endlich zum Kieferchirurgen zu gehen; Nadeln im Wurzelkanal.
Neu im Repertoire: Androhung einer Wurzelspitzenresektion.

Weil der still vor sich hintranspirierende Patient aber so tapfer war, gab’s zur Belohnung meine erste Plastikkrone seit Playmobil.

Anale Bisswunde

Nein, nicht ich.
Heute nachmittag, beim Montykraulen, passierte es.
Während ich ihm sanft über den Rücken und den Hinterschinken strich, jaulte er plötzlich und simulierte eine Bissattacke.
Da muss doch was sein…
Tatsächlich, hat ihm doch jemand in den Bürzel gebissen.
Entweder eine Fremdkatze oder Schwester Sumi.
Wie auch immer – eher die unrühmliche Art von Verletzung. Rückenwunden sind unehrenhaft, Monty ist eben ein liebenswerter Schisser.

Sumi hat ihre Blessuren jedenfalls immer vorne.

Koni – ungestreichelt ins Körbchen

Ist zwar schon eine Woche her, aber ich habe es gerade erst gesehen:
Unsere Angie war beim Brudervolk zu Besuch. Genosse Putin brachte seinen Hund mit. Deutsche mögen Hunde, das schafft Sympathie.
Aber nicht bei uns Angie. Die wurde als Kind von einem Köter gebissen, und so sitzt sie etwas steif da, während die Töle mit viel Speicheleinsatz und wenig Restwürde um Aufmerksamkeit bettelt.
Na ja, wenn mir jemand bei einem Besprechungstermin eine Kobra auf den Tisch legen würde, müsste er auch mit etwas geweiterten Pupillen meinerseits rechnen. Und sein Trommelfell würde etwas leiden. Piezoton und so.

Ok, ich löse mich mal langsam von der Phantasie und bringe den Puls wieder runter.

Jedenfalls war Angie doch vor diesem Hintergrund recht gefasst. Sogar ein gefaktes Lächeln war drin.

Schimpfwort des Tages

Randgruppenfernsehenkonsumierender Scherbenviertelbewohner mit solider Schiffschaukelbremservergangenheit

Mir san nimmer mir, mir san Sie (mens)

Als 1918 die Wittelsbacher aus der Münchener Residenz nach Österreich flohen, brach Chaos aus. Der gemeine Bayer erträgt kein Machtvakuum.

Also winkte man ganz doll einem durchreisenden Österreicher zu und schickte ihn nach Berlin.

Der Österreicher beendete die Überkompensation gravierender Kindheitsdefizite per unterirdischem Selbstmord (incl. Eheweib und Schäfherhund) und hinterließ insgesamt eine ziemliche Sauerei.

Die Berliner waren etwas miesepetrig wegen der entstandenen Kalamitäten und schickten den Münchenern postwendend DIE FIRMA auf den Hals.
DIE FIRMA fand ihre Heimat direkt hinter dem bronzenen Anus des Schlachtrosses Maximilians I., eines großen Denkers, welcher als Initiator des 30jährigen Krieges als Erfinder des großflächigen Personalabbaus gelten muss.
Seitdem herrscht im Freistaat das Prinzip der Gewaltenteilung: zwischen Staatskanzlei (in einer ehemaligen, wegen Rattenbefall geschlossenen Kaserne untergebracht) und DER FIRMA (in einem einstigen Fürstenpalais beheimatet).

So hält DIE FIRMA Bayern nun als Geisel. Immer dann, wenn jemand mit Steuern droht, wird Migration nach Österreich in Aussicht gestellt. Ganz München würde dann zum sozialfälligen Scherbenviertel werden. Da DIE FIRMA bereits einmal in ihrer Geschichte von Kulturland in Entwicklungsgebiet umgezogen ist, traut man ihr den Schritt durchaus zu.

Der Österreicher, der über München nach Berlin zog, brüllte „Millionen stehen hinter uns!“ Na ja, immerhin 80.
Die Berliner, die über München nach Österreich ziehen, jammern „Millionen drohen uns.“ Stolze 400.
Man darf sich eben nicht erwischen lassen.

Was will man auch von einer Firma erwarten, die sich hinter einen Pferdeschließmuskel kauert.

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