Mir san nimmer mir, mir san Sie (mens)

Als 1918 die Wittelsbacher aus der Münchener Residenz nach Österreich flohen, brach Chaos aus. Der gemeine Bayer erträgt kein Machtvakuum.

Also winkte man ganz doll einem durchreisenden Österreicher zu und schickte ihn nach Berlin.

Der Österreicher beendete die Überkompensation gravierender Kindheitsdefizite per unterirdischem Selbstmord (incl. Eheweib und Schäfherhund) und hinterließ insgesamt eine ziemliche Sauerei.

Die Berliner waren etwas miesepetrig wegen der entstandenen Kalamitäten und schickten den Münchenern postwendend DIE FIRMA auf den Hals.
DIE FIRMA fand ihre Heimat direkt hinter dem bronzenen Anus des Schlachtrosses Maximilians I., eines großen Denkers, welcher als Initiator des 30jährigen Krieges als Erfinder des großflächigen Personalabbaus gelten muss.
Seitdem herrscht im Freistaat das Prinzip der Gewaltenteilung: zwischen Staatskanzlei (in einer ehemaligen, wegen Rattenbefall geschlossenen Kaserne untergebracht) und DER FIRMA (in einem einstigen Fürstenpalais beheimatet).

So hält DIE FIRMA Bayern nun als Geisel. Immer dann, wenn jemand mit Steuern droht, wird Migration nach Österreich in Aussicht gestellt. Ganz München würde dann zum sozialfälligen Scherbenviertel werden. Da DIE FIRMA bereits einmal in ihrer Geschichte von Kulturland in Entwicklungsgebiet umgezogen ist, traut man ihr den Schritt durchaus zu.

Der Österreicher, der über München nach Berlin zog, brüllte „Millionen stehen hinter uns!“ Na ja, immerhin 80.
Die Berliner, die über München nach Österreich ziehen, jammern „Millionen drohen uns.“ Stolze 400.
Man darf sich eben nicht erwischen lassen.

Was will man auch von einer Firma erwarten, die sich hinter einen Pferdeschließmuskel kauert.

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3 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. duoduomimi
    Jan 25, 2007 @ 12:06:00

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    Antwort

  2. Christopher
    Jan 25, 2007 @ 23:43:00

    Na wunderbar. Da schließt sich der Kreis. In der FIRMA spricht man wohl auch hauptsächlich englisch, oder? Es war doch die mit der reumütigen Hauptversammlung heute, oder liege ich falsch?

    OK, OK! Gestern.

    Antwort

  3. Schweinsberger
    Jan 26, 2007 @ 00:31:00

    Rätsel gelöst.

    Antwort

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