Schwörstu

Folgender Eidestext wurde mit soeben von meinem Vorvorgänger zugestellt. Anstatt vor meinen Katzen als Eidgenossen so stramm wie nach einem bannig intensiven Schulungstag möglich zu stehen, bitte ich um Kommentare 😉

„Amtseid für Gemeindejugendwerks-Pastoren, Referenten etc.
Ich gelobe, mich als Pastor (Referent, Priester, Lohnsklave etc.) im Gemeindejugendwerk dafür einzusetzen, dass ich im Glauben wachse, damit ich und andere davon profitieren.
Ich gelobe, dass ich mich in erster Linie für das Wohl der Kinder, Jungscharler und Jugendlichen in unseren Gemeinden einsetze, denn sie bilden das GJW. Dann folgt lange nichts, und erst später kommen die Belange der Gemeinden, des Landesverbandes und des Bundes.
Ich gelobe, regelmäßig an Fortbildungen teilzunehmen, damit meine Beschränktheit ein wenig kleiner wird.
Auch wenn ich Pastor bin, erkenne ich alle Mitarbeiter, hauptamtliche wie ehrenamtliche, als Priester des lebendigen Gottes an, mit denen ich auf gleicher Augenhöhe verkehre. Ich setze mich für ein kollegiales Miteinander ohne Hierarchien ein.
Ich gelobe, mit der notwendigen Portion Humor und Unsinn die Verhältnisse in den Gemeinden, im Landesverband und im Bund auf ihren Sinn hin zu hinterfragen.
Ich gelobe, die Satire als legitimes Mittel der prophetischen Rede anzuerkennen und zu praktizieren. (Falls ich dazu zu ernst bin, gelobe ich, Menschen zu suchen, die mich nicht so ernst nehmen.)
Ich gelobe, mich dafür einzusetzen, dass alle Menschen, mit denen ich zu tun habe, selbständig werden im Denken, Leben und Glauben, auch wenn man sich unter Christen dadurch nicht nur Freunde macht.
Ich gelobe, mich auf den Weg zu machen, damit ich mich mehr und mehr durch mein Sein definiere und nicht durch mein Tun.
Ich gelobe, dass das GJW ein Raum sein wird, in dem Menschen, die in ihren Gemeinden verletzt wurden oder gescheitert sind, neue Erfahrungen mit Gott machen können, damit sie fähig werden, wieder in ihre Gemeinden zu gehen, um diese zu verändern.
Ich gelobe, mich einmal in der Woche nackt vor den Spiegel zu stellen, um zu erkennen, dass ich ein Narr bin. Dies soll mir Ansporn sein, im franziskanischen Sinn ein Narr Christi zu werden.
Ich gelobe, den Leiter des Bereiches Jugend im Bund für einen netten Menschen zu halten und mehr nicht.
Ich gelobe, diesen Amtseid mit der nötigen Prise Anarchie in die Praxis umzusetzen.
Dieser Amtseid wurde verbal inspiriert von: Gerrit Pithan“

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Saturday Night Fever in Schweinsberg

Mutti fegt die Straße. Im aufreizenden Blümchenkittel. Wo kauft man so was?

Anderswo geht es definitiv schmutziger zu.

Ich kann machen, dass die Luft brennt

Mist, jetzt habe ich die Auflösung der verheissungsvollen Überschrift vergessen.
Egal.
Jedenfalls habe ich gestern mal einen ursprünglich freien Tag in einen 10-Stunden-Arbeitstag verwandelt.
Wasser in Wein wäre mir lieber gewesen.
Wir haben Nils, unseren Praktikanten der Herzen, tränenreich verabschiedet. Und abends in Wetzlar einen Jugendgottesdienst mit 70 Leuten aus der Region gefeiert. Heute schulen wir in Darmstadt. Die Gruppenarbeitsphase nutze ich dann gleich mal, indem ich auf mein Smartphone einhacke, weil ich heute abend sicher zu komatös zum Bloggn bin.

Tötet Knut!

Kaufen wollen?

Katzenseligpreisung

Endlich habe ich es mal zwischen Predigtvorbereitung und Wäschebügeln geschafft, im Tierheim anzurufen. Marek wird noch vom Tierarzt malträtiert, aber bis Donnerstag sollte er fit sein. Abholdate ist abgemacht.
Die Dame am Telefon war mehr als charmant. Und lobte den kleinen Stinker in den höchsten Tönen. Ich wette, wer ein paar Monate im Tierheim gearbeitet hat, ist fit für den Verkauf.

Supervision

Seit heute morgen bin ich wieder Mitglied in einer Supervisionsgruppe.
Tut richtig gut.
A propos Super Vision (man verzeihe mir das Wortspiel): Neulich nachts habe ich beschlossen, wieder zu schreiben. Nicht so was wie das hier. Richtiges Zeug.
Genauer gesagt werde ich Projekt Alaska wiederaufleben lassen, mit einer neuen Richtung. Gescheiterte Pastorenexistenz flieht bis ans Ende des Alaska Highway und wird Dorfpfaffe in einem verpennten Küstendorf.
Spukt mir schon länger im Kopf rum. Und jetzt, wo ich’s öffentlich mache, muss ich natürlich auch mal anfangen.

Kernleidenschaft

Wort oder Unwort?
Hmmm, sagen wir mal Unwort.
Begründung: Leidenschaft ist m.E. etwas Binäres. Lust oder Unlust. Halbe oder Teilzeitleidenschaften gibt’s nicht.
Deswegen: Ganz oder gar nicht.

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