Mein ökologischer Fußabdruck

Selbsttest gefällig?

NAHRUNG 1.3
MOBILITÄT 0.3
HAUS UND HEIM 1.8
GÜTER UND DIENSTLEISTUNGEN 1.7
GESAMTER FUSSABDRUCK 5.1
ZUM VERGLEICH: DER DURCHSCHNITTLICHE ÖKOLOGISCHE FUSSABDRUCK IHRES LANDES IST 4.7 GLOBALE HEKTAR. WELTWEIT EXISTIEREN 2.2 PRODUKTIVE GLOBALE HEKTAREN PRO KOPF.

FALLS ALLE WIE SIE LEBEN WÜRDEN, BRÄUCHTEN WIR 2.8 PLANETEN

Endlich mal ein guter Start

Habe die ersten Seiten des neuen Romanprojekts gestern an die ungnädigste Instanz geschickt, die mir bekannt ist. Begeisterte Reaktion.
Dann kann ich ja weiterschreiben.

"Willste denn dann auch irgendwann mal ’n richtiger Pastor werden?"

Wusste gar nicht, dass ich mich so gut gehalten habe…

Wenn ich mich nur etwas besser bescheißen könnte…

Es ist so leicht, eine Ikone der frömmelnden Halbwelt zu werden. Wenn man die Spielregeln kennt.
Ein paar engagierte Studenten zusammentrommeln und eine wohlklingendes Institut gründen.
Ein paar unzufriendene Halbtheologen zusammenrotten und einen Verein/ eine Zeitschrift aus der Taufe heben.
Die Ränder diverser etablierter Gemeinden nach Unbefriedigten abgrasen und gemeinsam mit ihnen eine neue Gemeindearbeit starten. Nein, natürlich eine überkonfessionelle, die niemandes Mitglieder wegnehmen will. Schon klar.
Und so weiter. Ideen hätte ich genug. Ich kenne so viele unterforderte Talente, motivierte Schläfer, sehnsüchtige Endverbraucher. Daraus ließe sich viel machen.
Aber ich kann nicht. Denn die Motivation wäre die falsche. Anderen ihre Nachwuchsstars abgreifen, um das eigene Ego aufzubauen, ist mehr als mies. Aber es passiert. Allzu oft.
In dieser Liga mitzuspielen würde für mich bedeuten, meine Seele zu verkaufen. Und für die habe ich nach wie vor Verwendung.
Also lieber weiter den allzu oft knochenharten Boden der Realität bearbeiten und Mensch bleiben. Statt Ikone. Oder Götze. Oder Arsch.

Geht’s mir jetzt gut oder was?

Gerade in Vorbereitung auf einen sonntäglichen Input alte Predigten durchgegangen. Da fällt mir doch auf: Je mieser es mir ging (und interessanterweise kann ich mir bei manchen Worddokumenten fast bildlich vor Augen rufen, wie ich gemartert vor der Tastatur hing und was gerade vorgefallen war), desto doller sind die Predigten.
Kurt Marti hat also offensichtlich Recht mit seiner Beobachtung: „Wenn der Dichter leidet, sondert er Lyrik ab.“
Da frage ich mich wieder mal, was mir lieber ist: Als zufriedengestelltes Schwein sorglos zu vegetieren oder leidgekrümmt Inhaltsschwangeres zu Papier zu bringen.

Ach, was ein sinnloses Gegrübele – wird schon wieder bergab gehen. Und bergauf. Und bergab.

Go for Gold!

Es ist dem ADAC gelungen, mich zu Tränen zu rühren. Ich bin Gold-Plus-Mitglied.
Zehn Jahre Mitgliedschaft, das ist in Zeiten des Wandels und der Unbeständigkeit plastikgewordene Manifestation unverrückbarer Werte.
1997… Da saß ich frisch verheiratet im meerumschlungenen Kiel, fieberte dem Vorstellungsgespräch in einer gewissen Münchener Gemeinde entgegen, freute mich auf eine Festanstellung und hoffte, bald dann so richtig erwachsen zu sein. Mein größtes Problem war eine Professorin der Kirchengeschichte, die drohte, mir aufgrund massiver Ahnungslosigkeit ihrerseits („Was ist Akkon?“) die Magisterprüfung zu versauen. Hach, was waren das für Zeiten.
Und was ist in diesen zehn Jahren nicht alles passiert. Freud und Leid en masse. Ein Riesenschwung Lebenserfahrung.
Keine Karriere und recht wenig von dem, was man gemeinhin Erfolg nennt.
Und da wurde mir gestern klar: Auch wenn ich oft vergeblich um Gelingen und Erfolg gefleht habe – Gott hat mir wohl gerade dadurch, dass er mich nicht mit Erfolg überhäufte, einen großen Gefallen getan. Macht und Karriere versauen nun einmal den Charakter. Und auch wenn mein Charakter (die Sau) nicht der tollste ist, kann ich doch immerhin morgens noch gefahrlos in meinen viel zu kleinen Spiegel sehen.

Also Gold für 10 Jahre Pannenhilfe. Die ich ein Leben lang benötigen werde.

Organisches

Der nationale Ethikrat hat da eine tolle Idee. Wurde heute morgen auch gleich im Radio verarbeitet.
Die Anrufer dokumentieren die übliche, fast schon abergläubisch zu nennende Unwissenheit: „Wenn ich im Koma liege, schalten die ja sofort meine Maschinen aus, um mich ausschlachten zu können.“ Und andere Weisheiten aus der Steinzeit.
Alle finden Organspende toll. Leider hat man aber bisher noch keine Zeit gefunden, den Organspendeausweis auszufüllen. Soso.

Ich für meinen Teil trage mein Exemplar am Leib, seit ich 19 bin. Da habe ich meinen Motorradführerschein gemacht. Und als Moppedfahrer bin ich eben potentieller Organspender erster Güte.

Für alle, denen langsam die Ausreden ausgehen: Hier ist er.

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