Was sonst noch so passierte…




Mal ein paar Fotos von der Schulung…









Somnambul

Zurück im Lager erwartete uns ein ausgewachsenes Gewitter mit allem Schickimicki. Blitz Deluxe und Donner die Fülle. Trotz Outdoorausrüstung beim Zelteabschreiten und Kinderpsychestabilisieren nass bis auf die Knochen geworden. Hat sich aber gelohnt – alle noch am Leben. Sintflut für die örtliche Grasmilbenpopulation, nicht für uns.
Ansonsten selbstdiagnostiziere ich eine deutliche Tendenz zum Verschlafen. Sucks.

‚Erst hat er mich gefangen, jetzt bin ich mal dran.‘

James Bond jagt die Großwildjäger. Hasen, Elefanten, Löwen und Affen joggen schreiend und brüllend überdie Wiese. Klarer Fall von Geländespiel. Wild diskutierende Jäger belagern den Tisch der Jagdaufsicht.
'Du bist?'
'Hase'
'Nein, dein Name.'
'Lina.'
'Und wen hast du gefangen?'
'Den hier.'
Betretenes Grinsen des Opfers.
'Und der ist was?
'Ey, mein drittes Viech schon.'
'Was hast du denn gefangen?'
'Nen Hasen.'
,Ok. Zisch ab.'
Heute nacht werden unsere Kids gut schlafen. Ich aber auch.

Finkstkemp

Hm, manche Kids haben’s wohl nicht so mit Orthographie…
Aber ist schon toll hier in Münchhausen. Alle haben massig Spaß und sind bester Dinge. Daran hat auch ein mächtiges nächtliches Gewitter nichts geändert.
Na ja, mein Akku ist wohl etwas leer. Nach dem Frühstück wollte ich mich mal eben fünf Minuten hinlegen. Böser Fehler. Stunden später völlig orientierungslos aufgewacht. Kollege schockte mich mit der irreführenden Information, es sei Sonntag morgen.
Ganz so tief war mein Koma dann aber doch nicht.
So, muss weiter.

Beinahe abgesoffen

Der gestrige Floßbau auf einer sonnenbeknallten Wiese war echte Knochenarbeit. Als wir es dann zu Wasser ließen und eine feuchtfröhliche Grillparty darauf veranstalteten, wäre es mehrmals beinahe abgesoffen, da die Konstruktion Mist war.
Und da war es wieder, mein altes Problem: Da habe ich eine richtig gute Idee ('mein' Floß wäre nach Info der Teamer die Idealkonstruktion gewesen), aber auf mich hört keiner. Im Job passiert mir das nicht mehr so oft. Aber auf diesen pädagogenlastigen Fortbildungen kommt es anscheinend irgendwie nicht gut, wenn man motiviert und begeistert seine Idee vorträgt.
Bin gerade mal wieder genervt von dieser ewigen mediokren Kleinschrittigkeit. Und in Gedanken schon längst beim Pfingstcamp. Puh.

‚Bei der nun folgenden Theorieeinheit geht es uns nicht um die Vermittlung von Wissen.‘

So etwas können wirklich nur Erlebnispädagogen bringen…

Rehwettbellen und Abseilen wie James Bond

Im Wald war es hart. Der Boden jedenfalls. Habt ihr gewusst, dass Rehe nachts bellen? Mir jedenfalls hat eins mitten in der Nacht aus zwei Metern Entfernung ins Ohr geblafft. Ansonsten war es seltsam, einmal ohne Uhr, Handy und Buch im Freien zu nächtigen. Aber auch nicht richtig spannend.
Eher schon das anschließende Abseilen von einer Eisenbahnbrücke. Erst dachte ich, das würde ich mich nie trauen. Dann ging es aber doch ganz gut

Wald und lauter Bäume

Heute schon sehr fleißig gewesen. Karbidbombe entschärft, Mohawk Walk, Strickleiter und Seilzug gebaut. Gleich Orientierungsmarsch mit Gepäck und Schluchtüberquerung. Danach werden wir einzeln im Wald ausgesetzt. Gepäck wird von den Teamern kontrolliert – keine Bücher, Taschenlampen, Handies usw. Nix. Nur ich und mein innerer Abgrund. Als Enneagramm-Vierer liebe ich das ja. Sozialpädagogen scheinen eher Siebener zu sein. Denen geht da die Pumpe.
Dann mal Tschüss bis morgen nachmittag.

Abenteuer sind machbar

Ging ja doll los. Erstmal eine Wasserpipeline bauen. Danach mit 18 Leuten in einem Riesenbaum in luftiger Höhe angeleint Kaffee und Kuchen. Das bei meiner Höhenangst.
Nach 30 Sekunden wusste ich schon wieder, wen ich mag und wer mir in den fünf Tagen mehr auf den Sack gehen wird als sämtliche in Weidenhausens Wäldern angsiedelten Zecken.
Gleich gibt's noch einen nächtlichen Einzelmarsch. Auf dem Plan steht in den nächsten Tagen auch 'Solo'. Das bedeutet: Einen Tag und eine Nacht auf ein paar Quadratmeter reduziert alleine im Wald. Kein Buch, keine Uhr, kein gar nichts. Alle haben Angst davor. Ich nun nicht so. Werde fett meditieren. Höhenangst ist schlimmer.

P.S.: Gruß an Christopher, den ich schlechtesten Gewissens mit einem Haufen Arbeit im Büro zurücklasse.

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