Gesellschaftstransformation reloaded

Und wehe, hier behauptet noch einer, die Feder sei mächtiger als das Schwert.

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Ohne Ziele im Leben verläuft man sich

Verkündete eben jemand im Radio, der dank Triathlon vom Junkie zum Hochleistungssportler aufgestiegen ist.
Vielleicht ein Tipp für Team Telekom.
Aber Dope beiseite.
Ziele… Wer bestimmt, wo’s langgeht? Kopf? Gedärm? Herz? Gewissen? Gemächt? Seele?
Nun ja, meistens sind Ziele wie Entscheidungen wohl doch relativ beliebig. Oder knapp. Too close to call. Ich jedenfalls sehe häufig relativ überrascht meinem inneren Team dabei zu, wie es die TOPs abhandelt. Mehrheiten finden und verlieren sich, Koalitionen werden eingegangen, unterdrückte Minderheiten putschen sich an die Macht.
So schlingert Team Tom wuselig vor sich hin tagabwärts. Und wundert sich immer wieder, dass das alles irgendwie immer noch gut geht. Die meisten Entscheidungen sind eben doch von höchstens mittlerer Bedeutsamkeit.
Außer wenn die richtig fetten Weichen gestellt werden. Die, hinter die man nicht mehr zurück kann. Aber das passiert ja nicht so oft.

Eine Hand für das Schiff, eine Hand für den Mann

Heute morgen Supervision. Habe meine Situation vorgestellt (jetzige plus drohende).
Hat sich gelohnt. Denn nun ist mir klar geworden, dass es so nicht weiter geht – immer nur die Arbeit zu sehen und dort zu investieren, um danach die verbleibenden Reste nach Schweinsberg zu karren und die Akkus aufzutanken. Das kann Malör geben.
Stattdessen ist es wichtig, dass ich mein soziales Netz pflege. Plus überhaupt den Dingen, die ich für mich selbst für wichtig halte, höhere Priorität einräume. Da gibt es ebenso Unverrückbares wie in meinem sich in schier unendliche Weiten erstreckenden Arbeitsfeld.
Man könnte ja immer noch dies und jenes tun. Und müsste es eigentlich. Ich bin aber nicht zwei Tanks. Das muss ich mir immer wieder sagen. Denn ich ringe hier ja nicht mit externen Feinden. Nein, in Sachen Erwartungen bin ich mir selbst der Ungnädigste. Tom Tomini Lupus.
Aber genug gewolft. Eine Hand ist für mich selbst. Mal sehen, was ich damit anfange.

Up To Do

Wo waren wir? Ach ja.
Auf der Reise gab’s natürlich noch einen Oberleitungsschaden wegen Blitzeinschlag. Dumm rumstehen im Zonenrandgebiet. Habe mich zu Mitropa geflüchtet, wo das Angebot vorhersehbarer als bei Mc Donalds ist, dafür dreimal so teuer.

Dann war aber die Up-To-You-Schulung mal richtig gut. Habe einige Ideen aufgegriffen und gleich mal zwei Maßnahmen komplett fertig geplant, die demnächst anstehen und für die ich noch absolut keine Erleuchtung gehabt hatte.

Dann in Lars‘ Volvo schneller als die SKH erlaubt zurück nach Gießen. Wo die Innenbeleuchtung des Passat und das Navi plötzlich streikten. Genauso wie zuhause Fernseher und Schlafzimmerlampe. Blitzschlag oder irgendein Fingerzeig? Man weiß es nicht. Ich hatte schon gehofft, eine Entschuldigung für einen neuen Plasma-HDTV-Fernseher zu haben (dann hätte nur noch die Knete gefehlt), aber plötzlich blieb die Kiste dann doch länger als zwei Sekunden an. Puh. Ein Leben ohne Comedy Central kann ich mir echt nicht vorstellen, ich verzogenes Wohlstandskind.
Marek brachte mir gleich mal eine frische Maus vorbei, so dass alles wieder in schönster Ordnung war. Dafür ich zu Tode erschöpft, aber irgendwas ist ja immer.

Ökologisches Bahnfahren

Ein anderes SKH-Postulat lautete: 'Fahrt mehr Bahn!'
Jawoll. Versuchsaufbau: Heute per Auto Gießen HBF, weiter per Bahn nach Elstal. Zurück mit Kollege Schwesinger (man soll ja nicht alleine Auto fahren) bis Gießen und von dort (weil nie, auch nicht mitternachts, ein Bus oder sonst irgendetwas von Gießen nach Schweinsberg fährt) per PKW.
So weit der Plan.
Die Praxis:
1. Buchung und Ausdruck eines Onlinefahrscheins.
2. 30 Minuten Parkplatzsuche um HBF Gießen herum incl. CO2-Ausstoß.
3. Einstellen des Teilprojekts, da nur Anwohnerparkplätze vorhanden. Plan B: Parkhaus der DB für Bahnreisende. Beginn Regenschauer (schwer).
4. Hineingeraten in Selbigen während Benutzung des nicht überdachten Parkhaustreppenhauses über vier Etagen.
5. Bei prophylaktischem Studieren des Parkscheinautomaten Registrieren des Hinweises: 'Bitte lassen sie ihren Parkschein am ServicePoint lochen.'
6. Bei Anreise zum Servicepoint (entgegengesetzte Seite des Bahnhofskomplexes) erneut nachhaltige Regenschauerkontakte von Reisendem, Gepäck sowie Laptoptasche.
7. 30 Minuten Aufenthalt in einem Wartekollektiv vor dem ServicePoint.
8. Lochenlassen.
9. Aufsuchen des Bahngleises (entgegengesetzte Seite des Servicekomplexes) unter den oben geschilderten Begleitumständen.
10. 20 Minuten Aufenthalt Bahnsteig bei gefühlter Windstärke 4. Befürchten der Unabwendbarkeit einer Erkältung.
11. Zugbesteigen, Bloggen, Trocknen, Dankbarkeit für Zugehörigkeit zu einer führenden Industrienation sowie den hiermit einhergehende Mangel an bejammernswerteren Problemstellungen.

Öko praktisch

Als GJW haben wir das Thema ja schon vor einiger Zeit für uns entdeckt – Stichwort We are what we do. Da hat es mich schwer verwundert, als plötzlich alle Welt anfing, auf Umweltschutz zu stehen. Die 80er kommen wieder. Es wird diskutiert, geredet, nachgedacht.
Schön, das zu sehen. Für die Gesellschaft (und unsere Jugendlichen) auf jeden Fall eine gute Sache. Für mich persönlich merke ich allerdings, dass ich mit all diesen Themen schon sehr lange durch bin. In der SKH wollte man uns ein Tempo-130-Limit oktroyieren. Das hat natürlich nicht funktioniert, weil GJW-Pastoren per se Querköppe sind. Ich habe dagegen gestimmt. So etwas funktioniert m.E. nicht mit Vorschriften. Auch hier gilt: Evangelium statt Gesetz. So lange ich den Lappen habe, bemühe ich mich um eine sparsame Fahrweise. Jedenfalls, so lange ich innerlich ausgeglichen bin. Da habe ich schon viel gelernt und verinnerlicht: Langsam beschleunigen, mit dem Verkehr fließen, auch einmal zwei Gänge auf einmal hochschalten usw.
Ressourcenschonen ist für mich ein Abbild des Lebens: Grundsätzlich bemühe ich mich darum. Da ich aber ein schusseliger Mensch bin, vergeige ich es immer mal wieder.
Man kann sagen, dass ich auch hier aus der Vergebung lebe. Und immer mal wieder Fortschritte mache.
Im Endeffekt ist es eine Frage von Einstellung und Konditionierung.
Wer immer nur drüber redet (wie es in Film und Fernsehen gerade in Mode zu sein scheint), produziert nur noch mehr Müll.

Interkonfessioneller Dialog

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