Neu – jetzt auch in Farbe!

So, für die optisch Gepolten unter euch gibt’s jetzt ein paar Freizeitfotos, jeweils in die Posts zur Freizeit integriert. Viel Spaß.
Und ich gehe dann gleich mal wieder zum Zahnarzt.

Und da sind sie auch wieder, die Umlaute…

Da tippt es sich doch gleich viel besser.
Eigentlich wollte ich heute ausschlafen, aber das Campleben steckt mir wohl noch zu sehr in den knochen. Also Aufstehen um 7 Uhr, planlos in der Wohnung rumrennen und Sachen ordnen, später dann ins Büro (wow, hier hat jemand gesaugt!). Briefkasten leeren, AB abhören, Massen von Mails beantworten, Briefe schreiben, Faxe schicken, rumtelefonieren.
Nach 14 Tagen Dauerschwitzen eine wahre Erholung.
Und endlich wieder Zugang zu einer eigenen Kaffeemnaschine!!!

Grande finale!

Allerdings nicht unter dem Arc de Triomphe, sondern der Fronhausener Brücke der B3.
nach 18 Stunden Fahrt und einem fetten Stau zum Abschluss rollte der Bus buchstäblich auf die letzten Meter gen Marburg, als es plötzlich piepste. Der Busfahrer nahm den Fuß vom Gas. So etwas tun Busfahrer nicht ohne Not!
Schnell sprang ich nach vorne, hörte, der Kühler sei defekt, und wies auf die Brücke, die wir gerade überfuhren und die Christopher und ich immer als Rendezvouspunkt nutzen. Rauchend und pfeifend rollte der Bus auf den Parkplatz. Kühlschlauch geplatzt.
Nun füllt man so einen Buskühler nicht einfach mit ein paar Sprudelflaschen auf. Neenee, da müssen locker 20 Liter her.
Also bei Andi angerufen und organisiert, dass er die besorgeten Eltern unter der B3-Brücke am HBF abholt und zum Bus bugsiert. Außerdem telefonisch ein paar Liter Wasser geordert.
So einfach war’s dann aber doch nicht. Zwei Mädels mussten in ihr Marburger Hotel, passten aber nicht mehr in usner Auto. Nette Eltern halfen aus, mussten aber gelotst werden. Auf halber Strecke Anruf vom Bus: „Da sind noch Sachen von euch im Bus.“ Also U-Turn.
Dann zum Hotel, tränenreicher Abschied, weiter ins GJW und schließlich nach Hause.
Pünktlich zum Schlusssprint der Tour de France 2007. Bei dem ich eingeschlafen bin.

Warteschleife

Anders als sonst ist heute der Internetpoint des Zeltplatzes schon besetzt.
Also warten und dezent ueber die Schulter gucken.
-Ein fetter, glatzkoepfiger Hollaender liest seinem gaffenden Sohn laut saemtliche eingehenden Mails vor. Anschliessend wird der Inhalt diskutiert.
-Eine umwerfend aussehende zierliche Italienerin durchsucht mindestens drei Kontaktboersen nach Frischfleisch (maennlich wie weiblich) und schicht jedermann (und -frau) identische Botschaften (ein Hoch auf strg-c strg-v).

Zikadenmyriaden

Noch drei Tage, und Mittelhessen hat mich wieder.
Hm, einerseits freue ich mich u.a. auf ein richtiges Bett incl. Katzen, HDTV, DSL 6000 usw.
Andererseits hoere ich so gerne Leute Italienisch reden, entzueckt mich der alltaegliche Anblick der kastanienbraungelockten Parkwaechterin usw.
Die Hitzewelle schlaucht, angeblich besteht Waldbrandgefahr. Na ja, was soll hier schon gross brennen? Die paar Pinien (allerdings jeweils mit 65536 Zikaden an Bord, die brennen sicher gut) kommen sicher nicht in die Schlagzeilen, wenn sie abfackeln.
So langsam kann ich aber auch keine blassen Hollaenderplauzen mit Bierdose auf dem Campingtisch davor mehr sehen.

Frisch erlesen

Zwei Dinge haben mir gestern den Tag versuesset:
-Ein gemuetlicher Gruppenabend am Strand, incl. Sternenhimmel und Meeresrauschen.
-Ein neues Buch, dass ich innerhalb von 24 Stunden verschlungen habe – zuletzt ging mir das so vor langer, langer Zeit mit „Der Name der Rose“.
Es nennt sich „Logoland“ und ist ein absoluter Lesetipp. Demnaechst wird es verfilmt, george Clooney hat sich die Rechte gesichert.
In naher Zukunft kaempfen zwei Bonuskartenszsteme um die Weltherrschaft. Teenies werden zu Promotionzweckene erschossen, und die Polizei klaert Mordfaelle nur noch dann auf, wenn die Hinterbliebenen die Recherche finanzieren.
Eine sehr gute Mischung aus Spannung, Verknuepfung von Einzelschicksalen mit einer Prise intra-gender-Thematik.
Selbst fuer niveaulose DaVinci-Code-Leser empfehlenswert.
Und ich bin mal wieder voll in meiner Einstellung bestaerkt, auf Payback und andere faschistische Ueberwachungssysteme dankend zu verzichten.

Wertewandel

Hm, ich werde wohl aelter…
Frueher fand ich es immerhin noch spannend, zwecks Erholung in ein suedliches Land zu reisen, andere Menschen und Landschaften zu sehen usw.
Nun ist das hier kein Urlaub, sondern streng dienstlich konzipiert. Beilaeufig faellt mir jedoch auf, dass sich Kritik am Konzept des Sommerurlaubs regt.
Da verlaesst man sein sorgsam ausgestattetes Nest. Himmelbett, Luxuskueche, Sofa, Fernseher, XBox 360 und WLAN ruhen fuer Wochen.
Stattdessen fristet man auf einem Zeltplatz bzw. in einem Hotel sein Dasein, wo hyperaktive Nachbarn die Nacht zum Tage machen, einem am Buffet das Essen wegfressen, dir ihre unertraegliche Kleinbuergerlichkeit unter die Nase reiben.
Schatten und Kuehle sind Mangelware. Du schwitzt, draengst dich am Strand zusammen, wirst von allen Seiten vollgelabert, schiebst dich wie Schlachtvieh durch Touristenattraktionen, zahlst fuer alles, was du tust oder isst, mindestens das Doppelte. Rechts und links an den Zeltplatzwegen sitzen gelangweilte, unattraktiv-nackte Zeitgenossen unter Sonnenplanen und gaffen geistlos.

Und dies alles nur zu dem Zweck, sich fuer ein paar Wochen von der unertraeglichen Gleichfoermigeit seines zweckfreien Alltags zu erloesen. Um zuhause ein paar nichtrepraesentative Fotos rumzuzeigen, die niemanden interessieren, und einander vorzuluegen, dass das alles eine ganz, ganz tolle Erholung war, die man jetzt aber wirklich dringend noetig hatte.

Mir kommt das alles so vor wie eine Herde Huehner aus Bodenhaltung, die zur Erholung zwei, drei Wochen in den Kaefig umziehen.

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