Hol sie der Teufel (frei nach Paulus)

Liebe Blogosphäre,
meine Beinahe-Literaturagentur ist ein Arschloch.
Vor ein paar Wochen führte ich mit zitternden Händen den Umschlag mit Byzanzromanmanuskript, Expose und Anschreiben in den Briefkasten um die Ecke ein, womit zwischen der Deutschen Post und mir ein Vertrag über die Beförderung desselbigen zustandekam.
Das war aber gar nicht das Problem.
Freitag kam schwarz auf Büttenpapier die Antwort:
„Sehr geehrter Herr NN, blablablablabla, würden wir uns freuen, die Betreuung ihres Romanprojekts zu übernehmen und schnellstmöglich den Kontakt zu einem Verlag herzustellen.“
Nee, nun freut euch mal nicht zu früh.
Schon im übernächsten Absatz bietet man nämlich die Betreuung durch eine Textagentur zwingend an, welche für das Korrekturlesen des Manuskripts nur 8 Euro pro Normseite verlangt. Es stehen also nur 1.600 Euro zwischen mir und dem Literaturnobelpreis.
Diese Pappnasen. Wo ich doch so ein absagephobischer Manuskriptverschickschisser bin. Am Ende lacht mich noch jemand aus und bestätigt den geheimen Verdacht, dann doch ein hoffnungsloser Textversager zu sein. Die Krankenkasse zahlt bei der Bewältigung derartiger Traumata inzwischen ja auch nicht mehr dazu. Und Akupunktur hilft nicht.
Von Beileidsbekundungen am Beitragsende bitte ich abzusehen. Blumen sind aber willkommen. Obwohl – die fressen dann nur die Katzen und kotzen mir anschließend die Bude voll.

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Fabs
    Dez 11, 2007 @ 07:49:00

    Du hast uns verschwiegen, ob du es machst oder nicht. Oder ob du es zumindest ernsthaft abwägst.

    Ich frag jetzt nur, weil ich mir ernsthaft unsicher bin, wie viel es dir wirklich wert wäre, dein Werk gedruckt zu sehen…

    Antwort

  2. Schweinsberger
    Dez 11, 2007 @ 08:53:00

    Auf keinen Fall! Selbst wenn ich das Geld hätte nicht.
    Ist doch klar, wie’s läuft: Erst kassieren sie die Knete ab, und dann finden sie leider keinen Verlag.
    Werde demnächst mal einen neuen Versuch starten. Und wenn alles nichts hilft, vielleicht mal eines Tages über Book On Demand. Aber so weit sind wir noch nicht.

    Antwort

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