Aufregung – Fluch oder Segen?

Gerade neulich beim Semestertreffen fragte jemand: „Habt ihr eigentlich immer noch Lampenfieber?“
Manchmal. Bisher habe ich da kein Muster erkannt. Mal bin ich hibbelig, weil ich die Leute nicht kenne. Manchmal, weil ich sie seit Jahren kenne und nicht enttäuschen will. Aber meistens bleibt die innere Ruhe erhalten.
Eine zeitlang packte mich manchmal der fiese Gedanke: „Genau dasselbe hast du genau hier schon einmal von dir gegeben.“ Auch, wenn es gar nicht sein konnte.
Inzwischen habe ich es gelernt, die gesunde Grundspannung willkommen zu heißen, weil sie ja nun einmal angemessen ist, schließlich habe ich etwas zu sagen. Und selbst überraschende Panikattacken von der namen- und grundlosen Sorte lassen sich prima als Energiequelle nutzen, auf der die Botschaft wie auf einer Welle transportiert werden kann.
Und da ist dann ja noch das innere Kind, das man wunderbar an die Hand nehmen und mit auf die Kanzel führen kann. Ist ja gleich vorbei.
Was auch immer an Instantemotionalität sich ereignen mag – es ist nicht mehr und nicht weniger als die Angst des Hundertmeterläufers vor dem Startschuss. Er fürchtet nichts mehr. Und er sehnt sich nach nichts mehr.
Dieses Wochenende wird mir in dieser Hinsicht mal wieder reichlich Möglichkeiten bieten, mich amüsiert zu beobachten.

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