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Alter Ego: Wieso bloggst du eigentlich?
Ich: Kann nicht anders. Das muss raus. Sonst werde ich krank noch kranker.
Alter Ego: Und warum öffentlich im Internet? Das ist doch peinlich.
Ich: Vielleicht gerade deshalb – um meine Peinlichkeitsresistenz auszubauen. Eigentlich aber, weil ich irrationalerweise darauf hoffe, dass es irgendwo da draußen Menschen gibt, die mit meinen Absonderungen etwas anfangen können. Und gar darauf reagieren. Kommentieren. Interagieren.
Alter Ego: Und, klappt das?
Ich: Anfangs schon, und immer mal wieder. Aber momentan ist eher Funkstille.
Alter Ego: Was glaubst du, woher das kommt?
Ich: Schwer zu sagen. Vielleicht Gewohnheit. Mit meinen Endabnehmern und mir ist es vielleicht wie mit einem alten Ehepaar, das irgendwann glaubt, alles übereinander zu wissen und gemeinsam vor dem Bildschirm wegdämmert.
Alter Ego: Hast du so etwas wie einen Masterplan, oder schreibst du einfach wild drauflos?
Ich: Das Wilddrauflosschreiben ist Teil des Masterplans. Manchmal glaube ich, mein Blog kennt mich besser als ich selbst. Da steckt recht viel von mir drin, und so bin ich eben – eine Ansammlung von Assoziationsketten, die nichts Böses will.
Alter Ego: Was dürfen wir in der nächsten Zeit von dir erwarten?
Ich: Das kann man nie wissen. Gerade ist mal wieder eher so eine dumpfe Brütphase, in der ich mir selber auf den Sack gehe. Da wird dann das Fundament für zukünftige Unternehmungen gegossen. Auch Blogs haben einen Biorhythmus.
Alter Ego: Wir bedanken uns für das Gespräch.
Ich: Schönen Gruß zuhause.

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4 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Fabs
    Jun 24, 2008 @ 10:49:49

    Höhö 😮

    Antwort

  2. diewahrheitistuntoedlich
    Jun 24, 2008 @ 12:10:31

    Hä?

    Antwort

  3. Angela
    Jun 24, 2008 @ 19:44:51

    Kennst du das Lied vom alten, coolen Kunze (Heinz-Rudolph) „Alter Ego“. Sehr schön! Höre es! 🙂
    Auch ein Mensch, der vortrefflich mit Worten zu spielen weiß…oder die Worte mit ihm..jaja!

    Antwort

  4. Fabs
    Jun 25, 2008 @ 07:01:57

    das vermeintlich banale „höhö“ sollte sowohl eine allgemeine anerkennung für den blogeintrag wie auch einen ausdruck des vergnügens über die letzten beiden zeilen transportieren. falls das nicht gelungen ist, entschuldige ich mich vielmals. ich weiss es ist schwer, meinen komplexen gedanken zu folgen, vor allem wenn ich sie schriftlich in stark reduzierter form wiedergeben… 😉

    Antwort

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