Ökotopia

Seit Jahren, eigentlich schon seit Jahrzehnten schwanke ich zwischen zwei Systemen: Maximales Wohlergehen und Gemütlichkeit auf der einen Seite, richtig handeln auf der anderen. Klar lebe ich aus der Vergebung. Aber muss ich mich deshalb verhalten wie Karl Arsch?
Thoureau, Gandhi und MLK haben gute Vorarbeit geleistet, aber nicht den Ausschlag gebracht. Letztendlich war es eine Dokumentation über Europas Lebensmittelpolitik.
Und nun bin ich Öko auf Probe. So viel Veggie und Bio wie möglich. An das Vertilgen von Hühnern ist gar nicht mehr zu denken, Fleisch macht auch nicht mehr so richtig Spaß.
Ausnahmen gibt’s bei Abgelaufenem, das wird ja sonst sowieso nur weggeschmissen.
Seit zwei Wochen bin ich nun so drauf. Erstes Fazit: Essen ist teurer geworden. Einkaufen häufiger (quasi täglich statt alle 7-10 Tage einen Berg) und dauert länger, weil 90% des Angebotenen nicht in Frage kommen. Auf einmal koche ich richtig, statt nur Verpackungen aufzureißen.
Das ist keine sklavische Sache. Eher eine Art Leitfaden. Und nicht wegen der Gesundheit, sondern zur reinen Gewissensberuhigung. Frei nach Gandhi: Jeder so, wie er kann.

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5 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Christopher
    Jul 13, 2008 @ 11:55:22

    Gruselig! Am Meisten beeindruckt mich die Ausnahmeregelung mit dem Abgelaufenen: Endlich ein demütiger Abnehmer für das Post-Döner-Gammelfleisch. Magst du eientlich auch Käse?

    Viel Glück!

    Antwort

  2. Fabs
    Jul 14, 2008 @ 07:10:16

    Schau, genau dafür halte ich mir ein Weibchen. Studierte Eukotrophologin. Praktisch, wenn man sowas zu Hause hat…

    (ACHTUNG: Dieser Kommentar war ironisch gemeint und soll in keiner Weise meine frauenfeindlichen Tendenzen Ausdrücken. Falls ich welche hätte. Was nicht der Fall ist. Wirklich!)

    Antwort

  3. diewahrheitistuntoedlich
    Jul 14, 2008 @ 07:41:19

    Euko oder Öko?
    Und ist das Käfig- oder Bodenhaltung?

    Antwort

  4. Fabs
    Jul 15, 2008 @ 06:15:51

    Hm… Wikipedia kennt es nur als Öko… aber mir wurde es als Euko… vorgestellt, da es dabei um den Menschen, sein Handeln und vor allem seine Nahrungsaufnahme gehen soll und nicht um die Umwelt. Muss ich mal nachhaken.

    Und das wäre dann im Übrigen Bodenhaltung.

    Antwort

  5. diewahrheitistuntoedlich
    Jul 15, 2008 @ 07:27:16

    Bodenhaltung? Also etwa so (Wikipedia): „Große Gruppen von Hühnern (maximal 6000 je Stall) werden in einem fensterlosen Stall oder mit Tageslichteinfall gehalten. Vorgeschrieben ist, dass mindestens ein Drittel der Bodenfläche mit Streumaterial wie Strohhäcksel, Weichholzhobelspänen, Sand oder Torf bedeckt sein muss. Ein Auslauf ist nicht vorgeschrieben, im Gegensatz zur Freilandhaltung. In der Stallmitte ist meistens ein Kotkasten, auf dem die Hennen auf Gittern laufen können.“

    Antwort

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