„Wer mit Ungeheuern kämpft,…“

„… mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“
Friedrich Nietzsche

Liebe Festgemeinde, heute durfte ich ganze vier Gottesdienste zumindest teilweise verfolgen (dreimal TV, einmal live, den aber komplett).

Natürlich ging’s um Weihnachten.
Was auffiel: Es war wie bei einem evangelischen Gottesdienst zum Reformationstag, in den ich neulich beiläufig hineinhörte. Dort war es Halloween, hier die vorweihnachtliche Geschenkökonomie. Will meinen: Der Grundtenor bei Christens ist oft ein geschmettertes „Dagegen“. Besonders krass in den Fernsehgottesdiensten. Alle sind böse, fehlgeleitet, planlos.
Warum immer dieses elitäre Gehabe, als ob die Adressaten unbeschriebene Blätter seien, schlimmer noch, erst einmal mit dem Raditzefummel der Belehrsamkeit auf Null gebracht werde müssten, bevor der Herr Geistliche palimpsestierenderweise seinen eigenen Stempel respektive Siegel aufdrückt, am Ende der mediokren Philippika alles betrachtet, was er gemacht hat, und siehe, es war alles gut?

Immerhin gibt es Ausnahmen – die Liveversion war überraschend erfrischend, und eine Schatztruhe habe ich auch noch eingesackt.
Das ist Gnade.

Quod licet Iovi…

gumbel
(Quelle: TAZ)

ISS Toolbag

„ISS Toolbag, 1998-67BL (BagLost), ist ein Objekt, das die Erde in etwa 350 km Höhe umkreist. Es wurde am 18. November 2008 von der Astronautin Heidemarie Stefanyshyn-Piper verloren, als sie zusammen mit Stephen Bowen Außenarbeiten an einem defekten Sonnensegel der Internationalen Raumstation durchführte.
Das Objekt zählt zu den größten Objekten, die bei Ausseneinsätzen verloren gingen. Die rucksackgrosse Tasche wurde am 22. November 2008 von Edward Light in Lakewood, New Jersey, mit einem biokularem Fernglas (10f, 50 mm) gesichtet, sowie von Keven Fetter in Brockville, Ontario, gefilmt.
Die Bahndaten sind in Datenbanken erfaßt. Nach Meinung von Detlef Alwes, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, wird das Objekt mehrere Jahre im Orbit verbleiben.“
(Quelle: Wikipedia)

Predigtnot zu Zeiten der Reformation

„‚Ich predigte, als wäre nichts geschehen, und feierte Gottesdienste vor einer immer kleineren Menschenmenge. Es hätte mir klar sein müssen, dass die Schlacht verloren war, doch tat ich mich schwer, dies einzusehen. Ausgerechnet bei einer dieser seelenlosen Messen geschah es. Mein Blick kreuzte den einer Frau. Den einer Frau, die ich nie zuvor gesehen hatte. Und dieser Blick wirkte wie ein Schlangenbiss: Zuerst merkt man es nicht und achtet nicht weiter darauf, aber die Folgen sind verheerend. Hundertfach waren meine Blicke denen anderer begegnet, doch nie zuvor hatte mich ein solcher Funke getroffen, der den ganzen Organismus in Brand zu setzen vermag. Hast du so etwas schon einmal erlebt?‘
‚Hin und wieder. Aber ich habe mir dann immer gleich einen runtergeholt.'“
Antonio Orejudo, „Feuertäufer“

Sonntag, 23.11.2008, 22.30 Uhr

cube

Pastorenberufung: Vereinfachtes Verfahren

Zur Vereinfachung des Verfahrens der PastorInnen- und DiakonInnenberufung sowie zum Vermeiden von Missverständinssen schlage ich vor, im Jahrbuch des Bundes in Zukunft die Namen von Gemeinden wie Hauptamtlichen mit der Farbe ihrer theologischen Prägung zu unterlegen.

Empörung über Piraten vor dem Horn von Afrika

Ja habt ihr denn keinen anderen Probleme?

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