„Wer mit Ungeheuern kämpft,…“

„… mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“
Friedrich Nietzsche

Liebe Festgemeinde, heute durfte ich ganze vier Gottesdienste zumindest teilweise verfolgen (dreimal TV, einmal live, den aber komplett).

Natürlich ging’s um Weihnachten.
Was auffiel: Es war wie bei einem evangelischen Gottesdienst zum Reformationstag, in den ich neulich beiläufig hineinhörte. Dort war es Halloween, hier die vorweihnachtliche Geschenkökonomie. Will meinen: Der Grundtenor bei Christens ist oft ein geschmettertes „Dagegen“. Besonders krass in den Fernsehgottesdiensten. Alle sind böse, fehlgeleitet, planlos.
Warum immer dieses elitäre Gehabe, als ob die Adressaten unbeschriebene Blätter seien, schlimmer noch, erst einmal mit dem Raditzefummel der Belehrsamkeit auf Null gebracht werde müssten, bevor der Herr Geistliche palimpsestierenderweise seinen eigenen Stempel respektive Siegel aufdrückt, am Ende der mediokren Philippika alles betrachtet, was er gemacht hat, und siehe, es war alles gut?

Immerhin gibt es Ausnahmen – die Liveversion war überraschend erfrischend, und eine Schatztruhe habe ich auch noch eingesackt.
Das ist Gnade.

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