Pro Rezession

Kann mir mal bitte jemand erklären, was an der Konjunkturkrise so schrecklich ist?
Die Zinsen sind niedrig, Heizöl kostet nix, und Diesel habe ich heute auch schon wieder im zweistelligen Bereich angeboten gesehen.
Also weiter so, Deutschland.
Ach ja, noch ein guter Vorsatz für’s Folgejahr: Die Anzahl der Gegenstände in meinem Besitz (bzw. der Gegenstände, die mich besitzen) weiter reduzieren. Obwohl das 2009 schwierig werden kann.

Frohes Niederkunftsfest

agirl
(Quelle: ASBO Jesus)

Ich mach mich dann weg. Feiert schön.

Entsorgen

In der Regel ist das Aufschieben vermeintlich unangenehmer Pflichten sehr viel belastender als ihre prompte Ausführung. Aber das ist mal wieder ein typischer Fall von Akrasia.
Eineinhalb Jahre lang habe ich mich über den ollen, kaputten Fernseher geärgert, der kaum übersehbar in der Wohnung herumstand. Heute war es endlich so weit, nach einer scheinbar endlosen Irrfahrt durch Stadtallendorfer Industriegebiete und bundeswehrstandortverseuchtes Wald- und Unterholzgebiet wurde er auf einem matschigen Wertstoffhof gegen die Schutzgebühr von zwei Euro unter einem Wellblechverschlag ausgesetzt.
Mach’s gut, wir hatten schöne Stunden zusammen, aber Plasma ist einfach geiler.
Diese ewige Herausschieberei… Ok, 4er können schlecht Abschied nehmen. Aber gilt das denn auch für Elektroschrott?
Lässt sich herausfinden. Im Keller lauert seit zweieinhalb Jahren eine kaputte Waschmaschine. Selber Matschplatz, drei Euro.

Rick haut drauf

Der lebt also auch noch.

Geschnetzeltes

„Denn ich mache dich für dies Volk zur festen, ehernen Mauer. Wenn sie auch wider dich streiten, sollen sie dir doch nichts anhaben; denn ich bin bei dir, dass ich dir helfe und dich errette, spricht der HERR.“

Jer 15, 20

Auf Jeremia stand ich ja eh schon immer.
Heute hat es sich einmal mehr bewahrheitet: Einfach mal die Klappe halten, während der Chef in Form anderer Menschen für mich kämpft.
Um zu warten, bis die Leiche des Gegners im Fluss vorübertreibt, bin ich nämlich definitiv zu ungeduldig.
Viel lieber gucke ich zu, wie nette Menschen sich nachhaltig um ihn kümmern. Da halte ich auch gerne mal währenddessen ihre Mäntel. Wat ’ne Show.

Ich sach ja: Kaffeetrinken zahlt sich aus.

P.S.: Nein, es wurden keine Schuhe geworfen.

Außerirdische haben mein Smartphone entführt

Seit nunmehr sieben Wochen warte ich darauf, dass mein kaputt eingeschicktes Smartphone hübsch repariert zurückgeschickt wird. Das dolle Online-Trackingsystem der Reparaturfirma gab nix her. Also am Ende der Geduld eine Meckermail geschickt.
Antwort: „Das haben wir ihnen doch schon vor sechs Wochen zurückgeschickt, wurde unter ihrer Adresse von einem Herrn xy entgegengenommen.“
Nun bin ich erstens alleiniger Bewohner meiner Adresse, zweitens gibt es laut Telefonbuch in meinem Dorf keinen xy.
Also eidesstattliche Versicherung verfasst, Personalausweis kopiert, abgeschickt (Fax streikt mal wieder).
Abwarten.

Resümmieren geht nicht über studieren

Das Jahr geht fließt träge auf sein Ende zu, womit es zunehmend seine kritische Würdigung und finale Evaluation anmahnt.
Nun könnte ich mich outlook- und to-do-Listen-begaffend auf ein nur oberflächlich zufriedenstellendes „Scheißendreck, was da nich wieder alles los war“ zurückziehen, was allerdings nicht (warum eigentlich, oh Herr?) meiner Persönlichkeitsdisposition entspricht. Siehe hierzu auch: Karl König, „Kleine psychoanalytische Charakterkunde“, Göttingen 2008.
Egal. Ach, sach mal, hatte ich nicht neulich schon mal so was geschrieben? Also vergesst es einfach wieder. Bei diesem Dreckswetter muss man ja auch kirre werden.

Erkenntnis des Tages

Ich werde nie verstehen, warum Frauen Katzen lieben…katzen sind unabhängig, gehorchen nicht, kommen nicht herein, wenn man sie ruft, bleiben gern die ganze Nacht weg und wollen, wenn sie zu Hause sind, am liebsten in ruhe gelassen werden und den ganzen tag schlafen..Mit anderen worten, jede Eigenschaft, die Frauen an Männern hassen, lieben sie an Katzen….

Quelle: German Bash

Baff gemacht

Der Tag ist noch jung, trotzdem ist es bereits drei überraschenden Formulierungen gelungen, mich verbal schachmatt zu setzen:

1. „Herzlich willkommen. Willst du auf’s Klo?“
2. „Ein schönes Projekt hast du da geplant und vorbereitet. Ich übernehme gerne die Leitung.“
3. „Willst du noch mal aufs Klo, bevor du wieder fährst?“

Flashbackstu

Heute einen Jahresrückblick geschrieben. Für unseren Newsletter. Und erwartungsgemäß darüber beunfriedet.
Mir kann ich’s aber auch nicht recht machen. Nun habe ich dieses Jahr einmal etwas mehr geplant, überzeugt, Sitzungen ertragen und ertragen lassen. Man sollte mal all die Worte zählen, die man pro Jahr so  abfeuert. Oder besser nicht.
Also viel passiert. Und gemacht. Aber trotzdem unzufrieden? Jawohl, denn ich hätte noch mehr erreichen können, vor allem mehr Gruppen und Personen besuchen,  mehr Käffchen und Bierchen zusammen zischen, Kontakte knüpfen. So beschimpfe ich mich nun als lahme Sau, die viel zuviel plant und viel zu wenig umsetzt. Dabei trete ich mir doch immer schon so in den Arsch.
Ti oun? (Tschuldingung, Altsprachler, WordPress hatt keinen griechischen Schriftsatz) Die Ziele kleiner stecken oder den Charakter reformieren transformieren ach, was weiß ich? Das sei ferne! Und zwar beides.
Ach was, das war alles schon einigermaßen ok so.
Oder?
Verdammt.

Vorherige ältere Einträge