Kreuzkonservativ

So bezeichnete ein hochgeschätzter Kollege sich unlängst.
Egonzentrisch, wie ich bin, laufen da gleich wieder die üblichen Denkmuster an: Und ich?
Ich eigentlich auch. Allerdings nicht in dem Sinn, dass das Kreuz mich konservativ macht. Nee, ein „rechter Theologe“ bin ich nun wahrlich nicht (jaja, so hatte Luther das nicht gemeint, aber lasst mir doch meine Wortspiele, ich habe ja sonst nichts).
Da kommt mir wieder die provisorische Selbstbezeichnung ‚liberodox‘ in den Sinn, und nun macht es auch plötzlich einen:
Im Kern der Sache konservativ-orthodox; ewige Wahrheiten sind eben ewig, was soll man da groß dran rummachen.
Aber auch sonst halte ich’s eben mit Jesus, und das macht mich dann in den Ausprägungen (Ethik sowie Theologie in allem, was ’nach der Christologie‘ kommt), quasi den theologische Extremitäten, zum Liberalen. Wenn Jesus alles daran gesetzt hat, menschenfreundlich zu denken und zu handeln, sich dafür nötigenfalls auch über bestehende Normen und Schemata hinweggesetzt hat, wenn der Mensch bei ihm stets im Mittelpunkt stand – wer bin dann ich, es anders zu halten? Klar, das ist ein Wagnis, das gibt auch mal Ärger. Aber Hand auf’s Herz: Christusnachfolge und Ärger vermeiden – wie passt das zusammen?

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