Frühlingsgefühle

Schulen ist klasse. Erst recht, wenn die 22 Geschulten sich gut fortgebildet und unterhalten fühlen, dolle Feedbackbögen ausgefüllt haben, der mitgeschulte Pastor gleich für die nächsten beiden Jahre zwei Schulungen bucht und dann gleich auch vier Chargen Up To You sowie je ein Exemplar unserer sämtlichen GJW-Materialien ordert.
Das war jetzt meine fünfte JuLeiCa-Schulung. Und jedesmal wird’s irgendwie noch einen Tacken doller.

Wider fromme Siegeslieder

„Aller Glaube ist hilflos und stark vor Hilflosigkeit.“
(Thomas Mann, Joseph und seine Brüder)

Selbstausspeiung

Ralf Schmitz und ich teilen eine Sorge: Wenn eine unserer Katzen kotzt, befürchten wir angesichts des ganzheitlich-körperlichen Geschehens (Katzenbesitzer wissen schon) das Umkrempeln der Katze auf links.
Klingt lustig. Heute abend jedoch machte ich mir in dieser Hinsicht Sorgen um meine eigene Person: Kann Selbstentäußerung anlässlich einer vierstündigen Schulung so weit gehen, dass ich nicht mehr weiß, wo vorne und wo hinten ist? Kann ich mich um den Verstand labern (heiser war ich immerhin)? Um Kopf und Kragen reden? Unversehens das Sprachzentrum aushusten? Mir scheint’s fast so.

Worum es geht

„Wenn ich im Leben etwas erreichen möchte, dann ist es persönliche Macht, d.h. ich möchte möglichst viele menschliche Verhaltensweisen in meine Persönlichkeit internalisieren. Auf gut deutsch möchte ich meine Kontakte zu anderen Menschen bestmöglich gestalten.“
Dieter H. Platen, Gruppendynamische Praxis: Akzept-Training

P.S.: Da muss mir jetzt niemand sagen, dass das noch ein weiter Weg ist…

Vulgarokratie

„Offenbar gehört die Zukunft nicht den Rathenaus, die sich die Mühe machten, ungewöhnliche Persönlichkeiten zu werden, sondern den Techows und Fischers, die einfach Autofahren und Schießen lernten. “
Sebastian Haffner, Geschichte eines Deutschen

Voll Psycho

„Psychologie ist die Enttäuschung unseres Bildes vom Menschen. Spannungen, Ambivalenzen und Verrücktheiten gehören zu seiner Lebendigkeit.“
Linde Salber, Psychologie für die Westentasche

Warum Zoos ihre Affenweibchen niemals Maria nennen

Schimpansenweibchen paaren sich in 15 Minuten mit bis zu acht verschiedenen Geschlechtspartnern.
-Deshalb dürfen Affen nicht in Baptistengemeinden mitarbeiten.
-Also ist der Mensch beim Rudelbumsen entstanden, wenn er tatsächlich vom Affen abstammt.
-Meinte Gott es nun mit dem Menschen besonders gut und dem Schimpansen besonders schlecht? Oder umgekehrt?
-Welche Titel hätten dann Liebesfilme für Äffinnen? Die Brücken an den Flüssen? Messages in bottles?
-Sollten Gemeindeälteste mit ihren Familien zukünftig Zoos meiden, um einen negativen Einfluss auf die Lebensführung ihrer Kinder und damit ihren baldigen Rücktritt zu verhindern?

Theodizeefrage

Wie kann Gott es nur zulassen, dass so geniale Weiber wie Ina Müller oder Else Buschheuer ihr Geld mit so hohlem Scheiß verdienen müssen?
Oder ist das am Ende selbstgewähltes Schicksal?

Der typische Arbeitswochenvoranschlag (KW 9)

Vertragsgemäße Wochenarbeitszeit: 38,5 Stunden.
Nettozeit geplanter Termine (Treffen, Besprechungen und Schulungen): 25 Stunden.
Vermutliche Fahrtzeiten hierfür (ohne Arbeitsweg): 19 Stunden.
Zu erwartende Vorbereitungszeiten und Nacharbeit für Termine KW 9: 12 Stunden.
Zu erwartende Vorbereitungszeiten für Termine darauffolgender KW: 4 Stunden.
Ergibt: 59 – 38,5 = 20,5 Stunden
Nicht berücksichtigt: Staus, unkalkulierbare Verlängerungen, Bürokram, Telefonate, Emails, Büroklo putzen, Post lesen und beantworten.
Weiterhin ungeschlagener Rekord: 90 Stunden.

Und wie sieht’s bei euch aus?

Tohu wa bohu

Der Mensch lebt gleichzeitig in verschiedenen Welten, die nichts voneinander wissen.
Will meinen:
-Mein Unbewusstes weiss nichts von dem anderen Wesen, mit dem es sich einen Körper teilt. Hat keine Peilung davon, dass ich in einer festen Beziehung lebe, einen tollen Job habe und ganz schön Übergewicht. Nur so ist zu erklären, dass es ständig drängt – zum Rammeln, Pöbeln, Fressen. Es hat sein Leben nicht dem Herrn Jesus übergeben und will jeden Konflikt bis aufs Blut ausfechten. Ja, selbst wenn Homosexualität heilbar wäre, hier endet sogar die Macht der Jungen Christen.
-Das Über-Ich rümpft die Nase über diese Sau und die ständige Sauerei, die sie allerorten anrichtet, unberechenbar, uneinschränkbar, untödlich, denn das Vieh kann schwimmen. Mindestens ebenso traurig wie der Herr Jesus ist es über all die Glaubensunvereinbarkeiten, die da unten immer wieder ausgebrütet werden. Die meisten davon kann es verhindern, aber es ist eben nicht omnipräsent. Und wenn die Sau etwas wirklich will, dann bekommt sie es auch.
-Mittendrin wie der orientierungslose Kopf im Niemandsland zwischen Engelchen und Teufelchen das Ich. Mal hierhin, mal dorthin.

Als Gott den Menschen schuf, da trennte er das Meer vom Land. Und er nannte das Meer Unbewusstes und das Land Bewusstes.
Eins tat er nicht: Das Meer austrocknen. Mose schritt hindurch und Jesus drüber; Petrus ebenso, aber schon mit Abstrichen. Und ich? Ja, ich halte mich meistens über Wasser. Und hoffe nur, dass mein Schaden dabei kein Gehirn nimmt.

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