„Bist du auch Jugendlicher?“

Ist doch nett, wenn ein Kind mir altem Sack so eine Frage stellt.
Wir hatten Up-To-You-Wochenende. Offiziell hieß es natürlich nicht so. Aber in der Praxis war es nichts anderes, was da 50 Teens und Jugendliche in einem kleinen VW-hörigen Örtchen erlebten: Ihr Wochenende planten sie selbst und führten es auch durch. Mit Abendgottesdienst zum Aufwärmen, Workshops, Verpflegung und Unterkunft sowie Willkommensgottesdienst für die neue Kollegin. Natürlich haben wir Hauptamtlichen hier und da auch etwas gemacht. Wäre ja auch komisch. Das Hauptaugenmerk lag jedoch darauf, die Teens bei der Planung und Durchführung der Sache zu begleiten und zu beraten. Die Zahl der Ignoranten, die das Konzept nicht begreifen und z.B. darüber rummeckern, dass ich nicht selbst an der Anmeldung sitze, sondern das ein charmantes Mädelsteam machen lasse und mich dezent unterstützend im Hintergrund halte, sinkt kontinuierlich.
Natürlich ist das Konzept riskant, denn es kann elendig viel in die Hose gehen. Das auszuhalten, ist nicht immer leicht. Aber auch an dieses Damoklesschwert kann man sich gewöhhnen. Und wenn ich dann die leuchtenden, übermüdeten Augen sehe, hat es sich alles gelohnt.

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