Imitatio Christi

Was bedeutet Nachfolge? Gemeinden leiten lernen? Gemeinden vergrößern lernen? Gottesdienste reformieren lernen? Projekte initiieren lernen? Image verbessern lernen?
Nichts davon hat Jesus getan. Rein gar nichts. Wie also um Himmels willen kann eines dieser netten Selbstverwirklichungsprojekte irgendetwas mit Christusnachfolge zu tun haben?
Und was ist mit mir und meinen netten kleinen Ideen, Projekten, Schulungen, Initiativen? Oh je.
Meine Fortbildung geht momentan gewaltig unter die Haut. Sie nötigt mir den intensiven Blick auf meine innere Topographie auf (sind ja nicht alles nur Abgründe). Und es wird klar: Da ist noch verdammt viel zu tun.
Wenn ich mir diesen bunt zusammengewürfelten Haufen vom 16 Personen ansehe, die streiten, heulen, lachen, lernen, lehren, reden, schweigen – dann aktiviert dies eine alte, aber anscheinend gründlich verschüttete Erkenntnis:
Nimm eine beliebige Anzahl Menschen, egal welcher Beschaffenheit. Steck sie in eine Gruppe, die sich in regelmäßigen Abständen trifft und miteinander kommuniziert. Mute ihnen zu, ehrlich zu sein. Gib ihnen eine konfrontativ-liebevolle Leitung. Und sie werden (vermutlich unter Tränen) zu einem Organismus, der zusammenhält, kämpft, liebt, Außenwirkung hat.
Das ist mein Traum von Gemeinde. Darunter mache ich’s nicht. All die anderen Faktoren, an denen auf Kongressen etc. pp. fleißig laboriert wird, halte ich für irrelevant peripher, die Beschäftigung mit ihnen dementsprechend für geradezu schädlich weil ablenkend.
Das Evangelium ist brutal simpel, und ich stehe drauf. Total.

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