„Auf der Suche“ Teil 5: Religiöse Sozialisten

Ein wirklicher Christ muß Sozialist werden (wenn er mit der Reformation des Christentums Ernst machen will).
(Karl Barth)

1994 besuchte ich ein Treffen der Regionalgruppe Hamburg des Bundes der Religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschlands. Außer mir waren vier Personen anwesend, die einigermaßen deprimiert wirkten. „Wir haben ein Imageproblem. Beides ist out – Religion und Sozialismus.“
Dabei war ihr Beginn spektakulär und skandalös: Ihr Mitbegründer Leonhard Ragaz meinte 1903: „Wenn das offizielle Christentum kalt und verständnislos dem Werden einer neuen Welt zuschauen wollte, die doch aus dem Herzen des Evangeliums hervorgegangen ist, dann wäre das Salz der Erde faul geworden!“ Er gab seinen Lehrstuhl auf, zog in ein Arbeiterviertel und widmete sich ganz der Arbeiterbildung.
So etwas macht mich nachdenklich und sport mich an. Da ist jemand, der eine Idee gefunden hat, für die „zu leben und zu sterben er bereit ist“ (Kierkegaard). Etwas Schöneres kann ich mir kaum vorstellen.

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