Bad Idea

Mein Opa bekam unlängst zwei Probeexemplare von Idea Spektrum zugeschickt. Man bedankte sich für sein Interesse und die Bestellung. Sogar eine Herrenarmbanduhr wurde in Aussicht gestellt.
Kleiner Schönheitsfehler: Opa liegt seit zwei Jahren six feet under.
Entweder ist man in der Aboabteilung des Hetzblattes ernsthaft verzweifelt, oder man hinkt nur zwei Jahre hinter der aktuelle Entwicklung her. Könnte ja auch schlimmer sein.

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Hochzeitseinladung mal anders…

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Spring, George!

George Bush ist aus einem Flugzeug gesprungen. Aber zu spät, der falsche und mit Fallschirm.
Papa Bush feierte so heute seinen 85. Geburtstag. „Nur weil man alt ist, muss man nicht doof in der Gegend herumsitzen.“
Richtig so! Tolle Einstellung. Mobil sein ist schon mal gut. Besser finde ich, etwas von dem zurückzugeben, was man im Leben erhalten hat. Generativ leben, nennt man das. Senioren (auch wenn sie bei der EU-Wahl mit einer Unzahl von Parteieln angetreten sind) scheinen ja eher out zu sein. Zu unrecht. Denn sie haben etwas, das Jüngeren fehlt: Erfahrung, Überblick, Geduld, Weisheit. Manchen von ihnen jedenfalls.
Die Jungen sind auf dem Vormarsch, sicher. Aber wohin? Krise und rezession sind eher ein Produkt der Jungen und des Mittelalters.
Also: Wenn aktiv, dann vielleicht auch einmal für und mit anderen? Etwas weitergeben?
Aber wenn ich’s mir recht überlege: Es war ein Tandemsprung.

Das Motto des Tages…

couldnt fail
…ist natürlich eine Frage. Ich verdanke sie Roland.

Im religiösen Supermarkt an der Schnäppchentheke

„Als junger Mensch und Theologe weiß man so viel über ihn zu sagen. Je älter man wird, um so rätselhafter wird einem dieser Gott…. Glauben heißt, sich dem Geheimnis des Lebens anvertrauen, obwohl man es nicht entziffern kann.“ (Fulbert Steffensky)

Wie schon häufig angemerkt dient mein Bloggen größtenteils dazu, metaphysisch-soziologischen Druckabbau zu betreiben. So auch heute.
Denn es schockiert mich immer wieder, mit welch dreister Selbstverständlichkeit jeder Hinterhoffuzzi sich für berufen hält, die eine oder andere ‚überkonfessionelle‘, ‚zeitgemäße‘ Gebilde ins Leben zu rufen und so zu tun, als habe es vor Ort vorher nichts christliches gegeben und die Welt nur darauf gewartet. Das kotzt mich wirklich an. Können die es nicht erst einmal mit einer Therapie versuchen, bevor sie andere Menschen in die Kompensation ihres Minderwertigkeitskomplexes hineinziehen?
Welch ein Elend, einen Blick auf die wie die Pilze aus dem Boden schießenden Homepages dieser Möchtegerngesellschaftstransformierer zu werfen. Grafisch manchmal einigermaßen erträglich (wenn es ihnen beriets in ihrer Startupphase ist, einer der vor Ort bestehenden Kirchen einen Grafigdesigner abzuwerben), aber der Inhalt ist doch immer derselbe semitheologische Brei: 1. Wir haben den Herrn Jesus ganz doll lieb, 2. Wir haben die Bibel ganz doll lieb, und wenn jemand sagt, dass da etwas nicht so ganz drann stimmt, dann fangen wir an zu heulen, 3. Wir finden irgendwie Menschen ganz toll, und wir haben das, was ihnen fehlt.
Und dann trifft sich da eine Gruppe hipper junger ChristInnen, denen ihre alte Gemeinde nicht doll genug war, und macht so vor sich hin.

Ja, die bestehenden Gemeinden sind erschreckend oft zum Kotzen. Aber ist das wirklich ein legitimer Grund, seinen eigenen Kuschelclub aufzumachen? Ich weiß nicht. Spaltung ist Sünde, habe ich mal gelesen.
Ob ich eifersüchtig bin? Vielleicht. Wobei ich auf keinen Fall mit irgendwelchen eklig motivierten jungen Christen in einem Raum rumhocken will, die Gemeinde dazu hernehmen, ihr Ego metaphysisch auszupolstern. Bäh.

Gott ist bei der Auswahl seines Bodenpersonals wirklich ganz schön weitherzig. Hm, besser ist das.

Heute gehört uns Australien…

Philip Powell, a Pentecostal preacher and a former general-secretary of the AOG, is concerned by the more flamboyant Pentecostal churches. „It is my conviction that the present Pentecostal leaders like Brian Houston [pastor of Hillsong] and Phil Pringle [pastor of Christian City Church] have hijacked the godly movement, which was simply a fellowship of churches. They have turned it into a hierarchical denomination for selfish purposes and ends. It has become a fellowship of ministers, not churches,“ he says.

„Many of these ministers have made themselves multi-millionaires. They are no more than business magnates who benefit from the tax-free status of corporations that they lead. They are not ‚pastors‘ but business managers who have cashed in on a loophole in the Western governmental tax system.“

Hier der komplette Text