Wenn dein Kind dich morgen fragt, was Liebe ist, dann sollst du ihm sagen:

Ach, wenn ich das wüsste.
Es ist ein Sturm, der die Sinne vernebelt, dich Sachen tun lässt, Entscheidungen fällen, die du hin und wieder bereuen wirst. Und jubelnd feiern, schulterklopfend und schulterbeklopft.
Es ist ein Magengrimmen, ein Innentoben, manchmal, weil zuviel von etwas da ist, manchmal, weil zu wenig.
Es ist der Himmel auf Erden.
Es ist das sichere Wissen, dass der Sprung, den du da gerade wagst, alles ändern wird, unwiderruflich, ein Allesbedeuten, Allesändern, Allesverrücken. Ein Altes beweinen, ein Neues fürchten, ersehnen, begrübeln, kaum erwarten können.
Es gibt dem Leben Sinn und Glück.
Es ist die Mutter des inneren Kuddelmuddels, der wahre Durcheinanderbringer, aber auch Wiederzusammenfüger.
Es ist der Wunsch, darauf verzichten zu können und das sichere Wissen darum, genau das aber gar nicht zu wollen, denn siehe, es ist gut, aber nicht alles.
Es ist das Willkommenheißen des Schmerzes, der Lust, der Sorge, des gurgelnden Lachens, der Bedenken, des unverdrängbaren Grinsens.
Es ist das Wunder, dass zwei Menschen staunend zueinander finden, sich unter Schmerzen verlieren, wieder zueinander finden – sich schöne Dinge sagen, sich hässliche Dinge sagen, sich schöne Dinge sagen.
Kurzum: Kind, ich habe keine Ahnung.

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