Neue Heimat

CIMG3582CIMG3586

Advertisements

Ausgeglichenheit, innere

Manchmal habe ich den Eindruck, dass zum Glücklichsein wirklich alles fehlt. Manchmal aber auch nicht.
Was den Unterschied ausmacht, oh ja, darüber habe ich schon viel nachgesonnen, aber es will mir nicht einfallen. Irgendwelche Synapsen oder biochemischen Konstellationen, die mir auf ewig verborgen bleiben mögen.
Manchmal bin ich im schlimmsten Durcheinander das ruhende Auge im Sturm. Manchmal haut mich ein laues Lüftchen um.
In Zeiten bitterster Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit konnte der Anblick eines von der Morgensonne beschienenen Gebäudes mir Freudentränen über die Backen laufen lassen, Glück bis zum Platzen. In Situationen größter Sicherheit und völlig neuer, berauschender Situationen habe ich mich bereits so leer und trostlos gefühlt, dass ich am liebsten aus dem Fenster gesprungen wäre.
Mit Zusammenreißen und Selbstmotivation hat das alles nichts zu tun.
Glück und Ausgeglichenheit, das ist wohl ein Geschenk. Eins, das angenommen werden will. Aber eben auch kein beliebig verfügbares.
Im Moment ist es da. Sicher nicht für immer, aber das ist egal. Denn der Moment ist die einzige Ewigkeit, von der ich wissen kann.

Kunstloses Brot

Kann ich denn wirklich nur Buchstaben?
Immer wieder fällt mir auf, wie sehr ich mich auf mein Kerngeschäft konzentriere: Wenn ich beim Rasenmähen alles krumm und schief mache, beim Treppensteigen aus der Puste gerate, urlaubsgelegentliche Mal- und Zeichenversuche im Regal verstauben lasse, auf die Aufforderung „Sing den Liedanfang doch mal vor“ in Panik gerate…
Ist es denn wirklich mein freier Wille, mich in handwerklich-künstlerischer Hinsicht im Wesentlichen auf das Aneinanderreihen der Zeichen von A bis Z zu konzentrieren?

Da habe ich gerade etwas formuliert von wegen „Schwächen stehenlassen und Stärken fördern“.
Hm, Schwächen „stehen lassen“ und stehen lassen, das sind ja nun doch zwei verschiedene Dinge.
Mal sehen.

Rumprollen Deluxe

Heute beim Shaketrinken, Stehtisch McDoof.
(Auftritt einer Handvoll ortsansässiger Halbstarker)
Die: „Alta, geiles Handy haste da!“
Ich: „Ich sach euch.“
Die: „Full krass, das kannste ausziehn mit Tastatua?“
Ich: „Und so hochklappen.“ (Klappe Display hoch, stolz). „Das kann kein IPhone.“
Die: „Alta, das issn IPhone?“
Ich: „Quack, so wat kommt mir nich ins Haus.“
Die: „Wat, ’n Tatschskrin? Voll blöt. Der geht sofoat kaputt, ey.“
Ich: „Nix da. Hab ’ne Folie drauf. Da geht ganix kaputt.“
Die: „Ne Folie?“
Ich: „Aufm Tatschskrin.“
Die: „Ne Folie aufm Tatschskrin? Apgefahn.“
Ich: „Das macht man so.“
Die: „Das Ding pestimt teua.“
Ich: „Wie Sau. Aber hat sich gelohnt.“
Die „Dat Ding is ja wien kleiner Laptop.“
Ich „Absolut. Hey, da komm eure Pommes. Machts mal gut. Ich muss hier nochn büschen Twittan.“
Die: „Tschühüss!“

Aus einem (nicht baptistischen!!!) Gemeindeprofil

„Der leitende Pastor nimmt die Gesamtverantwortung für die Gemeinde wahr. Er wird bei seiner Aufgabe von den Gemeindeältesten unterstützt. Dabei handelt es sich um Männer und Frauen, die er nach Beratung mit Christen der Gemeinde für die Dauer von vier Jahren in dieses Amt beruft. Zusammen mit dem leitenden Pastor bilden sie die Gemeindeleitung. Entscheidungen des Gemeindelebens trifft der leitende Pastor, soweit irgend möglich, einmütig mit den Ältesten.“

„Im Gehorsam gegen Gottes Wort verpflichten sich die Mitglieder,
* das Leben der Gemeinde mitzugestalten, indem sie regelmäßig an den Gottesdiensten teilnehmen und verbindlich in einem Hauskreis oder einer ähnlichen Gruppe mitleben,
* die Dienste der Gemeinde mitzutragen, indem sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten Gaben, Fähigkeiten und finanzielle Mittel, die Gott ihnen gegeben hat, in die Gemeinde einbringen (bezüglich der Finanzen orientieren wir uns am biblischen “Zehnten”),
* die Einheit der Gemeinde zu schützen, indem sie gegenüber anderen Mitgliedern in Liebe handeln und bei Konflikten das Gespräch miteinander suchen, anstatt negativ übereinander zu reden.

Die Mitgliedschaft erlischt, wenn diese Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind oder ein Mitglied trotz wiederholter Belehrung und Ermahnung an Irrlehre oder offensichtlicher Sünde festhält. Vorher wird jedoch nach Möglichkeit das seelsorgerliche Gespräch gesucht.“

Link

Wolke

wordle

Vorherige ältere Einträge