Der Fluch der Aushäusigkeit

Der Beruf bringt es mit sich, ständig unterwegs zu sein, wenn man den Indianern glaubt, die Seele ständig hinter sich herreisen zu sehen, letztendlich also niemals so recht bei sich selbst zu sein.
Wozu soll das letztendlich führen? Jedenfalls nicht dazu, eines Tages irgendwo anzukommen.
Ach was, ich freue mich jetzt einfach mal darauf, ein paar anregende Tage mit vielen netten Leuten zu verbringen. Und dann sehen wir mal weiter.

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Frühlingsgefühle

Schulen ist klasse. Erst recht, wenn die 22 Geschulten sich gut fortgebildet und unterhalten fühlen, dolle Feedbackbögen ausgefüllt haben, der mitgeschulte Pastor gleich für die nächsten beiden Jahre zwei Schulungen bucht und dann gleich auch vier Chargen Up To You sowie je ein Exemplar unserer sämtlichen GJW-Materialien ordert.
Das war jetzt meine fünfte JuLeiCa-Schulung. Und jedesmal wird’s irgendwie noch einen Tacken doller.

80er-Jahre-Humor

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„Da ist das Schlafzimmer. Da ist aber noch nie etwas passiert.“
„Welch ein Jammer!“

(Sigourney Weaver und Bill Murray in „Ghostbusters“ (1984)

Der Marshamallowmann, das verbotene Kreuzen der Strahlen und das Ghostbustersmobil – so etwas prägt. Der Film war epochal-überwältigend, was angesichts der für das heutige Auge nur noch lächerlichen Special Effects eher schwer nachvollziehbar sein mag. Als Ghostbusters als Spiel für den C64 herauskam, gab’s kein Halten mehr: Mutig mit dem ollen Krankenwagen durch die Straßen cruisen, den schwebenden Geist per Strahlen über die Falle bugsieren und einfangen. Knete einsacken, neues Equipment kaufen, Auto pimpen, weitercruisen. Am Ende Marshmallowmann und Zuul platt machen (gar nicht so leicht) – fertig war das Abenteuer.
Gesellschaftspolitische Notiz am Rande: Politisch unkorrekte Sätze wie „Zielt auf ihre Bürste!“ sind im Mainstream-Hollywood des Jahres 2009 eher schwer vorstellbar.

Stoffwechselfunktionen

Zwei Gelegenheiten, bei denen Männer konzentriert auf eine Wand starren, darauf warten, dass das erlösende Geräusch kommt, Angst haben, dass jemand guckt und sich besorgt fragen, was wohl gerade hinter ihnen vorgeht:
1. Geldabheben
2. Pinkeln

Scheiden tut weh

Nun verkaufe ich also dem getroffenen Vorsatz folgend brav kontinuierlich Gegenstände aller Art ab. Bei Büchern ist es hin und wieder gar nicht so leicht. Das Kriterium „Seit fünf Jahren nicht mehr in die Hand genommen“ erweist sich als durchaus hilfreich, aber nur im Kopf. Der Bauch rebelliert da hin und wieder einmal und erweist sich insgesamt als unbelehrbar.
Das Unbewusste (die Sau) ging heute Nacht sogar so weit, sich per Traum an mir und meinem neuerwachten Ordnungs- und Gestaltungssinn zu rächen: Da wurden schneller neue Bücher nachgeschenkt, als ich die alten verkaufen, eintüten und versenden konnte.
Pah, es gibt Schlimmeres.

Im Anfang war der Frost.

Dann waren es -18,5 Grad.
Dann war alles, was in Sharky aus Glas ist, zugefroren: Scheiben, Spiegel, Navi.
Dann machte Sharky nach dem Anspringen seltsame Geräusche. So, wie ich sie bei ihm noch nie gehört hatte. Glücklicherweise verging das mit der Zeit.
Dann klang der Schnee beim Drüberfahren anders als sonst.
Dann funktionierte das Navi erstmal nur wie in Zeitlupe – auch Plasma wird bei Kälte faul.
Dann erfroren mir beinahe die Finger am Lederlenkrad.
Dann bildete das Frostschutzmittel in der Scheibenwischerwaschanlage (100%) exotische Klümpchen auf den Scheibenwischergummis.
Dann kam im Radio Harald Schmidts Kommentar zur Gazprom-Krise: „Ist ja nicht das erste Mal, dass die Russen bei -20 Grad Ärger machen.“
Dann froren die Seitenscheiben gleich wieder zu, auch bei Heizung auf Max.
Dann bildete das Autogas beim Tanken eine dicke Pfütze im Tankstutzen, die es gar nicht eilig hatte, leise zischend zu verdunsten.
Dann kam ich in der Gemeinde an, die ich heute besuchen durfte. Da war es warm.

Intoleranz

„Wer Laktose hat, holt sich sein Essen bitte in der Küche ab.“

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