Material für den nächsten Gottesdienst

Love God. Love Your Neighbor Litany
One: No matter what color he is.
All: In loving our neighbor, we show our love for God.
One: No matter whether she speaks English.
All: In loving our neighbor, we show our love for God.
One: No matter who he sleeps with.
All: In loving our neighbor, we show our love for God.
One: No matter what God she worships.
All: In loving our neighbor, we show our love for God.
One: No matter if their children go to church.
All: In loving our neighbor, we show our love for God.
One: No matter if they sleep in a cardboard shelter.
All: In loving our neighbor, we show our love for God.
One: No matter if his breath reeks of alcohol.
All: In loving our neighbor, we show our love for God.
One: No matter if she is a single mother with a child.
All: In loving our neighbor, we show our love for God.
One: No matter if his home is behind bars.
All: In loving our neighbor, we show our love for God.
One: No matter. No matter. No matter.
All: We are Great-Commandment people in the body of Christ and in the Alliance of Baptists! — Burton Bagsby-Groves

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Wenn Wut und Traurigkeit in die Isolation treiben

Glücklicherweise habe ich einmal beschlossen, in emotionalen Sondersituationen keine langfristigen Entscheidungen zu treffen. Sonst würde ich jetzt wohl eine Dummheit begehen.
Die zugrunde liegende Begebenheit ist nur eine von vielen. Aber leider ist es wohl immer dasselbe und wird sich vielleicht niemals ändern.
Da veröffentlicht eine Zeitschrift, an die man noch eine gewisse Resthoffnung knüpfte, ein umfangreiches Dossier zu Thema Nr. 1. Und zerschlägt mir die letzte Hoffnung, dass in ‚meinem‘ kirchlichen Lager noch so etwas wie Entwicklung oder Wandel entstehen könnte. Da wird von „uns Bibeltreuen“ geredet (eine Formulierung, die mich schon einmal aus einer Gemeinde trieb), da werden Andersdenkende als „unsere Gegner“ bezeichnet, da werden nur Anti-Artikel geschrieben, ohne dass die Pro-Fraktion zu Wort kommt, da wird Vertretern von meiner Meinung nach menschenverachtenden Positionen ausdrücklich für ihre wertvollen Beiträge und ihre treue Arbeit gedankt.
Nun habe ich nichts gegen eine gute, kontroverse Diskussion. Dass man sich da aber als ‚evangelikales UND charismatisches Lager‘ geschlossen einigelt und jeglichen ergebnisoffenen Dialog ablehnt, erschüttert mich zutiefst. Die Position ist zementiert.
Aber, noch schlimmer: Die Existenz anderer Meinungen und Überzeugungen innerhalb des eigenen Lagers wird schlichtweg ignoriert. So etwas ist undenkbar. Wer anders denken, gibt dem Zeitgeist nach, verrät das Evangelium. Mit anderen Worten: So etwas, so jemanden wie mich gibt es für die Autorenschaft dieser Zeitschrift nicht. So etwas wie ich ist nicht vorgesehen.
Nun rede ich ja schon lange darüber, dass wir Progressiven unseren eigenen, organisierten Kristallisationspunkt brauchen. Aber wo kann ich den erkennen? Verängstigt, vorsichtig, zerstritten, mit anderen Prioritäten dümpeln wir im weiten Meer theologischer Beliebigkeit herum und bekommen es einfach nicht hin, uns auch nur im mindesten zu organisieren oder zusammenzufinden. Das ist zu anstrengend, die Anreise ist zu weit, zu viel anderes viel wichtiger.
Wir sind eben noch ganz am Anfang, müssen uns finden, positionieren, organisieren. Pionierarbeit.
Ach, und wenn das alles überhaupt etwas wird. In Amerika sieht das in einem solchen Maße besser aus, dass ich nachts wachliegend manchmal davon träume, die Mayflower zu besteigen und meine angeschlagene Seele über den Atlantik in Sicherheit zu bringen.

Eine kleine Geschichte der Diskussion zur Homoehe

Wurzelsegen

Nirgends gibt es so wenig Sprachverbot wie im Gebet. Die Freiheit, die uns als Angeredete gegeben ist, erlaubt uns jede Sprache, auch die des Zweifels.

Fulbert Steffensky

Die Sehnsucht, mehr aus dem Gebet zu leben, eint sehr unterschiedliche Glaubensstile und Strömungen. Sie verbindet Christinnen und Christen. Was sie trennt, sind die Erwartungen, die damit verbunden werden.
Tatsächlich und radikal aus dem hörenden Gebet zu leben, könnte bedeuten, ganz zu werden, authentisch zu leben und zu sprechen, Gott und sich selbst treu zu sein. Ein solches Leben könnte dem, was Jesus als Reich Gottes bezeichnet, sehr nahe kommen.
Aber es geschieht nicht. Warum? Wegen der Vorerwartungen? Weil wir etwas nicht richtig machen? Weil es uns noch zu gut geht?
Die Erklärung interessiert mich gar nicht so sehr. Was mich beschäftigt, ist die Tatsache, dass etwas, das sein könnte, das gut tun würde, nicht ist.
Da hilft nur Beten.